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Full employment in Europe: The labour market amid economic legitimacy and ethical demands

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Erwin-Schrödinger-Saal
Plenary / Panel
German and English language

Speakers

Professor, Department of Philosophy, University of Michigan Abstract
ABSTRACT FÜR  DAS 2020 DAS WIR ERREICHEN KÖNNTEN.

Von Frithjof Bergmann


Das naechste, jetzt kommende Stadium in der technischen Entwicklung enthält die Möglichkeit eines Aufstiegs, und zwar eines dramatischen, schnellen Aufstiegs. Es handelt sich nicht um einen wirtschaftlichen Aufschwung, sondern um den Aufstieg zu einer Art zu leben die humaner, intelligenter, sinnlicher, fröhlicher und flamboyanter ist als unsere jetzige Art. Möglich wird dieser Aufstieg durch den schon begonnenen nächsten großen Fortschritt in einer Reihe von Technologien und durch die  Umkehrung der Arbeit die auf dieser neuen Technologischen Ebene stattfinden kann.

Das Stichwort, das die Richtung dieser technologischen Entwicklung andeutet, ist das Wort:  Miniaturisierung. Eine immer größer werdende Anzahl von immer intelligenter werdenden Funktionen kann in immer kleiner werdende Geräte eingebaut werden. Die jüngsten Bilderbuchbeispiele dafür sind der i-Pod und das i-Phone. Mit der Miniaturisierung kann man allerdings auch Begriffe verknüpfen, die wir bisher nicht damit verbinden: Begriffe wie das unabhängiger und das selbständiger werden.

Im Grunde genommen war schon der Computer ein langbeiniger Schritt in diese Richtung, nur wird der Computer, leider, beinahe umgekehrt gesehen. Wir haben uns daran gewöhnt, den Computer mit dem Globalen, mit der Einbindung in das weltweit Vernetzte zu verbinden. In dem Computer einen anfänglichen Kinder-Schritt zur Selbständigkeit, zur Selbstentwicklung, zum Selbermachen und Selbertun zu sehen, das werden wir erst in der jetzt kommenden Phase lernen.

Das Zusammenfließen von einer bunten Vielheit von Innovationen, unter denen der  Fabrikator nur die am meisten zitierte ist, wird in Kürze dazu führen, dass man in einer Stadtteil oder einer Dorfhalle etwas 80% von den Dingen, die man zu einem angenehmen, modernen und erfüllenden Leben braucht selber herstellen kann. Diese Fülle von Selbergemachtem wird die breite, allgemeine Basis bilden. Nicht nur die sprichwörtlich gewordenen 70% der Menschheit die im Elend leben, sondern auch viele andere Gruppen werden diese Möglichkeit des Selbermachens wählen und weiter entwickeln.

Diese große Mehrheit der Menschheit kann der Arbeit dann eine grund-andere Funktion geben. Das sich Selbstversorgen wird nur ganz wenig Zeit und Kraft in Anspruch nehmen (Etwa 6 Stunden pro Woche). Die Arbeit wird also nicht mehr vom Zwang, und der Notwendigkeit diktiert werden. Die genaue Umkehrung davon wird sich anbieten. Weil das Besorgen des Notwendigen durch die Technik zum Kinderspiel geworden ist, wird man Arbeit nicht mehr tun müssen, sondern man wird Arbeit tun, die man wirklich, von der Seele her und aus Überzeugung tun will.

Sehr viel wirr noetig sein um diese  Umkehrung der Arbeit zu verwirklichen: (1) das Sichtbarmachen dieser Moeglichkeit. (2) Die weiter Entwicklung der Technologien die das Selbermachen ermoeglichen. (3) Das Einrichten von Stadtteil- und Dorf-hallen. (4) Eine Schul-Kampagne. (5) Eine Kultur Kampagne. (6) Eine politische Kampagne.
Nobel Prize Winner 2006; Professor, Department of Economics, Columbia University, New York
Heinz Nixdorf Professor in European Integration and Economic Policy, Johns Hopkins University, Bologna
Konsulent, Industriellenvereinigung, Wien Chair

Ph.D. Frithjof H. BERGMANN

Professor, Department of Philosophy, University of Michigan

 Bergmann wanderte mit 19 Jahren von Österreich aus in die USA. Anfänglich sehr unterschiedliche Jobs - Hafenarbeiter, Tellerwäscher, Krankenpfleger, Boxer - danach Studium der Philosophie an der Universität Princeton. Dissertation über Hegel, Lehraufträge an den Univiversität Princeton, Stanford, Berkeley, Chicago und Michigan. 1984 gründet und leitet er das erste Zentrum für Neue Arbeit in Flint, Michigan. Seitdem berät Bergmann die Entwicklung von weiteren Zentren der Neuen Arbeit. Bergmann berät die Automobilindustrie in den USA und Deutschland, auch die Computerindustrie, in letzter Zeit auch Regionen und Regierungen, besonders in Afrika.

Edmund PHELPS

Nobel Prize Winner 2006; Professor, Department of Economics, Columbia University, New York

1955 Amhers College, B.A.
1959 Yale University, PhD.
1971-1982 Professor of Economics, Columbia University
1978-1979 Professor of Economics, New York University
1992-1993 Resident Consultant, European Bank for Reconstruction and Development, London
since 1982 McVickar Professor of Political Economy, Columbia University

Dr. Dr. hc Horst SIEBERT

Heinz Nixdorf Professor in European Integration and Economic Policy, Johns Hopkins University, Bologna

1965 Promotion, Universität Münster
  Volkswirtschaftslehre der Universität Kiel
1989-2003 Präsident des Instituts für Weltwirtschaft an der Universität Kiel und Inhaber des Lehrstuhls für Theoretische
1990-2003 Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung
  an der Rijksuniversiteit Gent
1990-1991 Inhaber des Lehrstuhls "Vereinigung vor Economie" der flämischen Universitäten Antwerpen, Brüssel, Gent und Leuwen
1995 Jean-Monnet Gastprofessor am Robert-Schumann-Centre des Europäischen Hochschulinstituts in Florenz

Dr. Erhard FÜRST

Konsulent, Industriellenvereinigung, Wien

1960-1964 Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Wien
1964-1966 Post-Graduate-Ökonomie-Studium am Institut für Höhere Studien, Wien
1966-1969 Wissenschaftlicher Assistent und später Leiter der Abteilung Ökonomie des Instituts für Höhere Studien
1969-1971 Mitarbeiter der Europaabteilung des Internationalen Währungsfonds in Washington D.C.
1971-1973 Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung
1973-1983 Beigeordneter Direktor des Instituts für Höhere Studien
1983-1992 Leiter der volkswirtschaftlichen Abteilung der Creditanstalt in Wien
1993-2004 Leiter des Bereichs Industriepolitik und Ökonomie der Vereinigung der Österreichischen Industrie
seit 2005 Konsulent in der Vereinigung der Österreichischen Industrie

Economic Symposium

show timetable

29.08.2007

14:00 - 14:15OpeningPlenary
14:15 - 16:15Full employment in Europe: The labour market amid economic legitimacy and ethical demandsPlenary
16:45 - 17:15Facts and figures: The European labour market in the global contextPlenary
17:15 - 18:15Discussion: The European labour market in the global contextPlenary
20:30 - 23:00Reception hosted by the Austrian National BankSocial

30.08.2007

09:00 - 10:30Impulses: Magic word flexicurityPlenary
11:00 - 12:30Discussion: Magic word flexicurity. What can an active labour market policy achieve?Plenary
15:00 - 18:00Arbeitskreis 01: Qualität im Gesundheitswesen - Jobmotor der Zukunft?Breakout
15:00 - 18:00Arbeitskreis 02: Steuern Steuern Beschäftigung?Breakout
15:00 - 18:00Arbeitskreis 04: Bildung und Lebenslanges LernenBreakout
15:00 - 18:00Arbeitskreis 05: Arbeit und MobilitätBreakout
15:00 - 18:00Arbeitskreis 06: Herausforderungen der Arbeitsmärkte in Mittel-/OsteuropaBreakout
15:00 - 18:00Arbeitskreis 08: Arbeitswelt Tourismus und Freizeitwirtschaft - Ein Ausblick in das Jahr 2020Breakout
15:00 - 18:00Arbeitskreis 09: Work-Life-Balance: Ziel oder Widerspruch?Breakout
15:00 - 18:00Arbeitskreis 10: Unternehmen als IntegrationsmotorBreakout
15:00 - 18:00Working Group 03: Chances and constraints of flexibilisation: Labour time, performance, ageBreakout
15:00 - 18:00Working Group 07: Changing values - relentless technology changeBreakout
15:00 - 18:00Working Group 11:Breakout
15:00 - 18:00Working Group 12: Do safe labour structures impede creativity?Breakout
20:30 - 23:00Reception hosted by T-Systems Austria and Tele2Social

31.08.2007

09:00 - 12:45Political perspectivesPlenary
12:45 - 13:00Closing wordsPlenary