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Future business models for banks and financial service providers

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Erwin-Schrödinger-Saal
Plenary / Panel
german language

Speakers

Chief Executive Officer and Partner, Wellershoff & Partners Ltd., Zurich Abstract Key Note
Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass unsere Finanzdienstleister in Stressphasen erhebliche Schwierigkeiten bei der Erfüllung ihrer volkswirtschaftlichen Funktion haben. Dabei müssen wir in Zukunft damit rechnen, dass das wirtschaftliche Umfeld für die Finanzdienstleister schwieriger werden wird: Vor uns liegen eine Reihe von Jahren von tiefem Wachstum und nicht mehr fallenden Zinsen.

Um in diesem Umfeld bestehen zu können, muss die Politik zum einen dafür sorgen, dass das Finanzsystem eine grössere Fähigkeit besitzt, Risiko tragen zu können. Zum anderen muss die Wettbewerbsintensität im Banking gesteigert werden, um den notwendigen Strukturwandel zu beschleunigen. Die Finanzdienstleister sind gefordert, Ihre Rolle als Unternehmer ernst zu nehmen.
Professor of Banking, Department of Banking and Finance, University of Zurich Abstract
Banken und Staaten sind in den letzten Jahren zu siamesischen Zwillingen verwachsen. Die Folgen sind marode Banken und bankrotte Staaten. Den Schaden trägt die Realwirtschaft in Form von Steuerlast und Kreditklemme. Ohne funktionierende Finanzintermediation ist kein Wachstum möglich  und ohne Rückkehr zu Marktwirtschaft keine funktionierende Finanzintermediation.
Member of the Management Board, Austrian Association of Popular Banks, Vienna
Director, WPZ - Economic Policy Center, and Professor for Public Economics, University of St.Gallen Abstract
Die Realwirtschaft sind Unternehmen, Haushalte und Staat, welche langfristige Investitionsfinanzierung nachfragen, für schwankende kurzfristige Liquiditätsbedürfnisse vorsorgen, Risiken in der Vermögensveranlagung streuen und Transaktionskosten im Zahlungsverkehr senken wollen. Die Erfüllung dieser Aufgaben erfordert eine ausreichende Spezialisierung der Finanzintermediäre in Venture Capital, Geschäftsbanken mit teilweise grenzüberschreitender Tätigkeit, Vermögensverwalter, Lebensversicherer, Hedgefonds etc. Von besonderer Bedeutung für die Realwirtschaft ist nicht nur eine ausreichende Kreditversorgung, sondern auch die Selektion, Überwachung und Kontrolle in der langfristigen Investitionsfinanzierung, damit knappes Kapital auf die ertragreichsten Verwendungen gelenkt wird und dort einen möglichst hohen Erfolg erzielt. Eine Verstetigung der Kreditversorgung und eine höhere Krisenrobustheit des Finanzsektors in einem volatilen Umfeld werden durch eine ausreichende risikoadjustierte Eigenkapitalausstattung der Banken gefördert. Ein gutes institutionelles Umfeld wie z.B. Bilanzierungs- und Transparenzvorschriften, Investorenschutz, Insolvenzrecht und Besteuerung steigern den Beitrag der Finanzintermediation zur realwirtschaftlichen Entwicklung.
Member of the Committee on Economic and Monetary Affairs, and former Chairman of Special Committee on the Financial, Economic and Social Crisis, European Parliament, Brussels Abstract
Finanzinstitute sind ein unverzichtbarer Partner für die Realwirtschaft. Sie finanzieren über Kredite Wachstum und Entwicklung der Unternehmen, die im Gegensatz zu den USA ihren Finanzbedarf noch zu 75% über Banken und nicht den Kapitalmarkt decken. Wegen ihrer herausragenden volkswirtschaftlichen Stellung muss die Stabilität der Banken langfristig gesichert werden, um bei eventuellen Schwierigkeiten nicht auf den Steuerzahler zurückgreifen zu müssen. Die neuen Eigenmittelvorschriften (Basel III) leisten einen wichtigen Beitrag dazu. In diesem Zusammenhang - auch im Hinblick auf die künftigen bail-in Instrumente bei Banken und Solvency 2 bei den Versicherungen - werden die Refinanzierungskosten steigen. Dadurch gewinnt der Aufbau leistungsstarker Kapitalmärkte in Europa immer mehr an Bedeutung . Die Banken müssen ihren Geschäftspartnern, vor allem auch dem Mittelstand, also in Zukunft neben der traditionellen Fremdkapitalfinanzierung neue innovative Finanzierungslösungen anbieten. Darüber hinaus kommen auf die Banken wegen der demographischen Entwicklung zunehmend Aufgaben beim Aufbau privater Altersvorsorge zu. Diese müssen unter Berücksichtigung weiter steigender Anforderungen an den Verbraucherschutz erfüllt werden.
Managing Editor, Der Standard, Vienna Chair

Dr. Klaus W. WELLERSHOFF

Chief Executive Officer and Partner, Wellershoff & Partners Ltd., Zurich

1984-1986 Bank training program, Sal. Oppenheim & Cie, Cologne
1995-1998 Chief Economist, Schweiz. Bankverein, Zurich
1998-2009 Chief Economist, UBS, Zurich

Dr. Urs W. BIRCHLER

Professor of Banking, Department of Banking and Finance, University of Zurich

1980-2009 Director (Financial Stability unit), Swiss National Bank
1994-2002 Member Basel Committee on Banking Supervision,
1998-2004 Chairman of Basel Committee Research Task Force
 
 Teaching: Theory of Banking and Financial Regulation; Game Theory; Economics of Information.
 at Universities of St. Gallen,Zürich,Bern, Lausanne, Leipzig
2009 Professor of Banking and Member of the Board of Department of Banking and Finance, Universität Zürich

Mag. Dr. Rainer BORNS

Member of the Management Board, Austrian Association of Popular Banks, Vienna

1992-1993 Gerichtspraxis Bezirksgericht Gänserndorf und Handelsgericht Wien
1993-1995 Assistent am Institut für Zivilrecht, Universität Wien
seit 1994 Lehrbeauftragter im Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) Niederösterreich, Wien
1995-1997 Lektor für Zivilrecht, Universität Wien
  Vertreter des Volksbankensektors in der Europäischen Vereinigung der Genossenschaftsbanken
1995-2001 Leiter der Abteilung Interessenvertretung im Vorstandsbereich Anwaltschaft des Österreichischen Genossenschaftsverbandes (Schulze-Delitzsch),
  Mitglied des Vorstandes der Volksbank Quadrat Bank AG;
  Geschäftsleiter der Spar- und Vorschusskasse der Angestellten, "Wiener Städtische Allgemeine Versicherung Aktiengesellschaft" reg.Gen.m.b.H.;
  Mitglied des Exekutivkomitees der Europäischen Vereinigung der Genossenschaftsbanken;
  Lektor für Genossenschaftswesen, Wirtschaftsuniversität Wien
seit 2001 Mitglied des Vorstandes des Österreichischen Genossenschaftsverbandes;

Dr. Christian KEUSCHNIGG

Director, WPZ - Economic Policy Center, and Professor for Public Economics, University of St.Gallen

1987 Doktor rer.soc.oec. (Ph.D. in Economics), Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
1995 Venia Docendi, Economic Policy and Public Finance, University of Vienna
1997-2001 Professor of Public Economics, University of Saarland; Director of European Institute, Economics, University of Saarland
since 2001 Professor of Public Economics and Director of FGN-HSG, University of St. Gallen
2012-2014 Director, Institute of Advanced Studies, Vienna
since 2015 Director, Wirtschaftspolitisches Zentrum, St. Gallen

Dr. Wolf KLINZ

Member of the Committee on Economic and Monetary Affairs, and former Chairman of Special Committee on the Financial, Economic and Social Crisis, European Parliament, Brussels

1963 Master of business administration, World Trade College, Vienna (now Vienna University of Economics)
1965 Doctor of economics, World Trade College, Vienna (now Vienna University of Economics)
1966 MBA at INSEAD, Fontainebleau
1970-1981 McKinsey & Company, London, Düsseldorf, Paris (partner)
1982-1990 Board member, Landis & Gyr AG, Zug (CH)
1990-1994 Board member, Treuhandanstalt Berlin
1994-1996 Board member, Lurgi AG, Frankfurt/Main
1996-1999 Chairman of the board, Hartmann & Braun, Frankfurt/Main
2000-2003 Chairman of the board, AGIV AG, Frankfurt/Main
2000-2004 President, IHK Frankfurt/Main

MPA. Dr. Eric FREY

Managing Editor, Der Standard, Vienna

1981 Student of Public Affairs, Princeton University
1991-1996 Deputy Foreign Editor, Der Standard
1996-1998 Foreign Editor, Der Standard
1998-2001 Business Editor, Der Standard
2001-2002 Marshall Plan Chair for Austrian Studies, University of New Orleans
since 2002 Managing Editor, Der Standard