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ART | Andrea Salzmann

No Border, No Nation
Andrea Salzmann

Sounddesign: Sebastian Meyer

Auftragsarbeit für das EFA 2020

Die Installation war im Rahmen des EFA20 analog im Dorf erlebbar und digital auf Homepage des Europäischen Forums Alpbach 2020 zu sehen.

„Was passiert, wenn Fahnen – stellvertretend für Nationen – anfangen, sich aufzulösen? Wenn klare Farben zu Pastelltönen zerrinnen? Dann entlarvt sich das Konstrukt Nationalstaat und bietet so Raum für solidarisches Denken, Handeln und Tun. Gemeinschaften könnten in einem globalen Mit-einander neugestaltet werden – jenseits von Ausgrenzung und Abschottung. Ein wummernder Bass fordert zudem die Einbeziehung der Menschenrechte als neues Fundament einer globalen Gemeinschaft.“ (Andrea Salzmann)

Sound: Vertonung 1. Absatz Menschenrechtskonvention Die Menschenrechtskonvention bildet die Basis für eine neue Gemeinschaft. Im Sound von Sebastian Meyer wird sie fragmentiert und bildet ein hörbares Wurzelgeflecht für ein neues Fundament. Die Fahnen werden somit in den Boden verlängert.

„Andrea Salzmann entwarf neue Flaggen, die den Aufruf zu globaler Gleichheit und Solidarität tragen. Ihrer Ansicht nach sollte Identität nicht aus künstlich geschaffenen Nationalstaaten, sondern aus der Erklärung der Menschenrechte abgeleitet werden. Um diese Vision umzusetzen, müssen sich die Nationalflaggen und unsere Gesellschaften, wie wir sie kennen, verändern. Deshalb werden sich das kräftige Rot, Blau, Schwarz und Gelb verflüssigen, auflösen und mit anderen Farben vermischen, bis die Nation eine Erinnerung ist, auf der wir eine geeintere, gerechtere und friedlichere Gemeinschaft aufbauen. Das Europäische Forum Alpbach ist die Gemeinschaft, die für diese Ideale kämpft, und wird deshalb die Fahnen von Andrea Salzmann schwenken als Symbol für den Prozess der Überwindung alter Linien, die uns trennen und nach mehr streben.“

Andrea Salzmanns künstlerische Arbeiten setzen sich immer mit Strukturen und politischen Systemen auseinander. Repräsentationskritisch entwirft sie so partizipatorische Utopien. In Bregenz am Bodensee geboren, lebt und arbeitet sie in Wien. Sie unterrichtet an der Akademie der bildenden Künste Wien, Fachbereich Performative Kunst. Ausbildung zur Fotografin sowie Studium der Uni Wien und Antwerpen: Theater, Film-und Medienwissenschaft sowie Genderstudies. Mitarbeiterin am european institut for progressive cultural policiies (eipcp) (Übersetzung als zukünftige Sprache). Ihr Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung einer feministischen Praxis, die sich mit der Frage beschäftigt, wie eine Gemeinschaft konstruiert wird und wie sie ihre eigenen Erzählungen entwickelt. Sie entwickelt multimediale Installationen – immer ausgehend von einem performativen Ansatz und intensiver Auseinandersetzung mit den verwendeten Materialien/Objekten.

(c) Andrei Pungovschi
(c) Luiza Puiu

 

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