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Antreten zum Dialog!

Der Nachwuchs für Militär und Polizei sucht in den Alpbacher Seminaren das Gespräch.

Mit den Studierenden der Militärakademie: Phillippe Narval, Geschäftsführer des Europäischen Forums Alpbach (Foto: EFA17)

Optisch stechen sie zweifellos aus der Menge hervor. Das sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die Rekruten der Theresianischen Militärakademie in Alpbach sichtlich wohl fühlen. „Schon am ersten Tag haben uns so viele angesprochen. Wir konnten auch das ein oder andere Vorurteil ausräumen“, erzählt Yassin Al-Rawi, der gerade aus dem Seminar kommt. „Die Leute wissen oft sehr wenig darüber, was wir machen. Zwischen den Seminaren reden wir daher auch viel miteinander und erklären einiges.“

Austausch zwischen Zivilgesellschaft und Exekutive

Als Stipendiaten der Seminarwoche sammelt er gemeinsam mit drei anderen Akademie-Kommilitonen Wissen über Chinas Seidenstraßen-Pläne, die gewaltsame Vergangenheit in Süd-Afrika und über die türkische Außenpolitik. „Das heurige Generalthema passt wirklich gut zu uns“, stellt Yassin fest. „Gerade bei Österreichs Einsatzgebieten ist es wichtig, einen guten Überblick über die Konflikte zu erhalten und gesamteuropäisch zu denken.“

Kooperation steht am Plan, wenn sich die jungen Fähnriche mit den vier teilnehmenden Polizei-Aspirantinnen austauschen. „Uniform verbindet“, geben Yassin und sein Kommilitone Lukas Wieland lachend zu. Für sie sei der enge Kontakt zwischen Polizei und Militär sehr wichtig. Gerade jüngste Konfliktsituationen hätten aber auch gezeigt, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen Zivilgesellschaft und Exekutive sei, geben die beiden Studierenden zu bedenken. Gelegenheiten zum Austausch und Dialog bietet die Seminarwoche genug. So lautet auch das Fazit von Lukas und Yassin nach zwei Tagen in Alpbach: „Wir sind begeistert, wie offen die Leute hier sind. Sie gehen aufeinander zu. Das muss wohl dieser Spirit of Alpbach sein.“