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Entfesselte Skulpturen

StudentInnen von Brigitte Kowanz zeigen ihre Kunst: Es geht um Grenzen und die Sehnsucht nach Zweisamkeit.

Junge KünstlerInnen stellen im Congress Centrum ihre Werke aus, manche davon auch mitten im Dorf Alpbach. Die Studierenden kommen von der Universität für angewandte Kunst Wien und werden unterrichtet von Brigitte Kowanz, derzeit mit einem der zwei Österreich-Beiträge bei der Biennale vertreten.

Foto: Andrei Pungovschi

In Alpbach beziehen die KünstlerInnen Stellung zu Europa und gesellschaftlichen Fragen. Marie Reichel etwa hat in einem der Stiegenhäuser des Congress Centrums Alpbach einen riesigen Schnorchel mit zwei Mundstücken aus Kupfer befestigt und neben der Terrasse ein rosa lackiertes Tête-à-Tête-Sofa aufgestellt. Reichels drittes Objekt ist ein drei mal 1,4 Meter großer Kunstdruck neben der Rezeption. Mit dem Triptychon will sie im Gewimmel des Forums an das Gefühl von Zweisamkeit und Privatheit erinnern.

Film über antiken Mythos Europas

Foto: Andrei Pungovschi

Anna Zilahi wiederum hat an verschiedenen Stellen in Alpbach, etwa der Bushaltestelle, Lautsprecher montiert – laute Atemgeräusche sollen an jene Menschen erinnern, die benachteiligt sind und nicht an Veranstaltungen wie dem Forum teilnehmen können. Auch eine Installation vor dem Congress Centrum, eine geschlossene Schleife aus gebogenem Stahlblech, lässt den Betrachter über Zäune und Zugänge nachdenken. Künstler Thomas Hitchcock will Fragen nach Zugehörigkeit und Gruppenbildung aufwerfen.

In Brigitte Kowanz’ Klasse für „Transmediale Kunst“ an der Angewandten verschwimmen die Grenzen von Installation, Malerei, Skulptur, Video und Text. Die Studentinnen Diana Barbosa Gil und Anna-Sofie Lugmeier haben den Film „Cyborg Europa“ gedreht, in dem sie sich mit der mythischen Figur der Europa, dem Phänomen von Cyborgs und Parallelen zur politischen Identitätssuche des Kontinents beschäftigen.

 

Programmtipps:

Sediments of Union, Ausstellungsrundgang, 17. August, 17.30 Uhr

Sediments of Union, Filmscreening, KünstlerInnengespräch, Performance, 18. August, 19 Uhr