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Sujet 2020

“Was passiert, wenn Fahnen – stellvertretend für Nationen – anfangen, sich aufzulösen? Wenn klare Farben zu Pastelltönen zerrinnen und sich Fahnenmasten zu krümmen beginnen?“, fragt sich Künstlerin Andrea Salzmann, als sie sich dem diesjährigen Generalthema des Forum Alpbach „Fundamentals“ widmet. Ihre Antwort: „Dann entlarvt sich das Konstrukt Nationalstaat und bietet so Raum für solidarisches Denken, Handeln und Tun. Gemeinschaften könnten in einem globalen Miteinander neu gestaltet werden – jenseits von Ausgrenzung und Abschottung. ‚Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.‘“ Ihre Gedanken visualisiert die Performance-Künstlerin im diesjährigen Sujet des Europäischen Forums Alpbach.

 

„‚Fundamentals‘ sind wie Signalflaggen. Sie geben Orientierung. Manche sind schlaff geworden oder verblasst, manche verschwunden. Das Europäische Forum Alpbach 2020 will richtungsweisende Signale für das 21. Jahrhundert setzen!“, so Präsident des Forums, Franz Fischler zu den Gedanken der Künstlerin.

Andrea Salzmann selbst hat schon unter vielen Flaggen gelebt und gewerkt. Die gebürtige Vorarlbergerin zog aus, um die Welt zu verstehen. Ihre Arbeit brachte sie als Artist in Residence erst nach Bilbao Arte und im Zuge eines Atelierstipendiums des Österreichischen Bundeskanzleramtes noch weiter weg, nach Yogyakarta, Indonesien in den Sewon Kunstraum. Salzmann lebt heute als Performance-Künstlerin und Dramaturgin in Wien, wo sie an der Akademie für Bildende Künste unterrichtet. Ihre Arbeiten rund um das Flaggen-Sujet werden das diesjährige Forum Alpbach begleiten und hinterfragen wie fundamental das Konstrukt der Nation für uns tatsächlich ist.