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Im Licht der Gegensätze

Der Galerist Gottfried Schmidt lebt und liebt das Geschäft mit zeitgenössischer Kunst.

Gottfried Schmidt ist angekommen: Von Leoben, wo er einst die Verfahren der Metallverarbeitung gelernt hat, führte ihn das Leben über das Interesse an Antiquitäten schließlich in das Kunstgeschäft. Nach dem Tod seiner Frau, Brigitte, hat der gebürtige Steirer 2009 die Galerie Schmidt in Reith in Alpbach  übernommen. Auf der 380m² großen Ausstellungsfläche finden sich vor allem zeitgenössische Werke von KünstlerInnen aus Österreich. Einer von ihnen, der junge Tiroler Markus Bacher, kam vor zehn Jahren zu Schmidt und zeigte ihm drei Bilder.

Ein guter Galerist müsse vor allem Einfühlungsvermögen haben, weiß Gottfried Schmidt (69) (Foto: Maria Noisternig).

„Ich habe gleich gesehen, dass da Substanz dahinter ist“, erinnert sich der Galerist. Inzwischen lebt und arbeitet Bacher in Wien, Köln und Los Angeles. Im Zuge des Forums Alpbach kehrt er nach Tirol zurück: Ab 22. August präsentiert er eine neue Werkserie das erste Mal der Öffentlichkeit. Schmidt kümmert sich dabei um den passenden Rahmen. Auch nach vielen erfolgreichen Jahren im Kunstgeschäft profitiert er von dem frischen Blick eines Quereinsteigers: Die Freiheit des Konflikts und der unterschiedlichen Geschmäcker gehöre für ihn zur Kunst dazu: „In der Technik muss es immer gerade Linien geben; in der Kunst ist alles möglich. Diese Gegensätze sind ganz  toll“, freut sich Schmidt.