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Interview mit einem Roboter

Der Mann hinter der Maschine: Roboy-Projektleiter Rafael Hostettler im Kurz-Porträt.

Ein Augenzwinkern und schon ist Roboy lebendig. Der Kind-große Körper sitzt auf einem Tisch im Congress Centrum Alpbach, lässt die Füße taumeln und verzaubert die BesucherInnen der Technologiegespräche mit seinen blauen Kulleraugen. Die wirken so echt, weil der Projektor im Hinterkopf auf Backpapier strahlt, erklärt Rafael Hostettler. Er hat ihn gemeinsam mit KollegInnen anderer Disziplinen an der Universität Zürich zusammengeschraubt– ein Meilenstein in der Entwicklung von sogenannten soft robots.

Mensch und Maschine können viel voneinander lernen, weiß Roboy-Projektleiter Rafael Hostettler (Foto: Maria Noisternig).

Soft robots, das sind Roboter, die die menschlichen Bewegungsabläufe nachahmen. Als Meister Geppetto eines Roboters müsse man „vor allem improvisieren können“, erklärt Hostettler, der während des Interviews die vielen bunten Schnüre in Roboys Bauchhöhle fixiert. Sie dienen als Muskulatur und halten ihn aufrecht. „Wir können aber noch lange nicht das imitieren, was der menschliche Körper täglich schafft.“ So komplex sei das Zusammenspiel von Gelenken und Muskeln. Das Tüfteln an Roboy helfe vor allem dabei, Neues über die Menschen zu lernen. „Mich fasziniert, wie die Leute mit Roboy umgehen und welche Reaktionen er hervorruft“, erzählt Hostettler, der jetzt als Projektleiter an der TU München tätig ist.