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Video: Neue Medien und wir

Matthias Karmasin im Video über klassische Medien und ihre schwindende Funktion als Gate-Keeper.

Fakten statt Fiktion, Vernunft statt Empörung, Trennung von Meinung und Person: Matthias Karmasin sieht diese wissenschaftlichen Prinzipien im Informationszeitalter unter Druck geraten. Der Medienwissenschaftler glaubt, auf Universitäten würden neue Aufgaben zukommen. Forschungsergebnisse und evidenzbasierte Maßnahmen müssten über Behauptungen, Überzeugungen und Dogmen die Oberhand behalten, sagt Karmasin, Direktor des Instituts für vergleichende Medien- und Kommunikationsforschung in Wien.

„Universitäten müssen mit vielen Akteuren der Gesellschaft zusammenarbeiten, aber Kooperation ohne Konflikt ist nicht möglich“, sagt Karmasin in Hinblick auf das diesjährige Thema des Forums Alpbach. Universitäten dürften nicht zulassen, „dass jede Meinung als brauchbar gilt“. Er meint damit, dass es auch politische und andere Kräfte in der Gesellschaft gebe, die Forscher und ihre Ergebnisse bewusst diskreditieren. „Universitäten müssen ihre Stellung daher stärker als früher behaupten. Die Wissenschaft wird sich wahrscheinlich auf ein bisschen mehr Konflikt einstellen müssen.“