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Ute BOCK

CV

Nach der Matura arbeitete sie ein Jahr in der Privatwirtschaft, bevor sie sich entschloss, Erzieherin zu werden. 1969 erhielt sie Beschäftigung im Gesellenheim Zohmanngasse im 10. Wiener Gemeindebezirk, wo sie schließlich 1976 zur Leiterin ernannt wurde. Anfang der 1990er Jahre schickte das Jugendamt vermehrt ausländische Jugendliche in Ute Bocks Einrichtung, dies waren gehäuft auch Klienten, die von anderen Einrichtungen bereits abgewiesen wurden. Zu dieser Zeit begann Ute Bock sich mit den Schicksalen dieser Menschen zu beschäftigen und begann sich für Asylwerber zu engagieren. Bei einer Razzia 1999 im Heim wurden im Rahmen der umstrittenen Operation Spring etwa 30 afrikanische Jugendliche wegen Drogenhandels festgenommen und Ute Bock wurde wegen Bandenbildung und Drogenhandels angezeigt und zeitweise vom Dienst suspendiert. Später wurde die Anklage fallengelassen, allerdings wurde ihr verboten, weitere afrikanische Asylwerber in der Zohmanngasse unterzubringen. Sie organisierte nun private Wohngemeinschaften, die sie selbst finanzierte und betreute. 2002 ging sie in Pension und kümmert sich nun ständig um ihr Projekt. Inzwischen sind es über 350 Asylwerber, die in von Ute Bock organisierten Wohnungen Unterkunft und Verpflegung finden. Weitere 1000 obdachlose Asylwerber haben ihre Zustelladresse beim Verein Ute Bock. Außerdem hat sie für ihr Klientel juristische Beratung organisiert. Sie ist auf Spendengelder angewiesen. Filme über die Arbeit Ute Bocks "Bock for President" von Houchang Allahyari und Tom-Dariusch Allahyari (2009), "Die verrückte Welt der Ute Bock" von Houchang Allahyari und Tom-Dariusch Allahyari (2010). Literatur über Ute Bock Cornelia Krebs: "Ute Bock - Die Geschichte einer Flüchtlingshelferin" (2010)

Auszeichnungen