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Die Zukunft der Marktwirtschaft: Politische Perspektiven

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Erwin-Schrödinger-Saal
Plenary / Panel
in deutscher Sprache

Wie stellt sich die Zukunft des weltweit erfolgreichsten Wirtschaftsmodells in Europa dar? Wie sieht der politische Rahmen aus, in dem sich die Marktwirtschaft wettbewerbsfähig weiterentwickeln kann. Welche Herausforderungen stellen sich Wirtschaft und Politik, um den Unternehmen Erfolg und den Bürgerinnen und Bürgern ein Höchstmaß an Freiheit, Solidarität und Wohlstand zu sichern?

Vortragende

Director General, BUSINESSEUROPE, Brussels Abstract Introduction
Auch wenn es in Europa unterschiedliche Wirtschafts- und Sozialmodelle gibt, ist ihnen allen eines gemeinsam: ein hohes Wohlstandsniveau gepaart mit einem hervorragenden Sozialsystem und einer lebenswerten Umwelt. Österreich gehört zu den erfolgreichsten Beispielen für die Leistungsfähigkeit dieses Europäischen Modells: Es ist sowohl der Standort mit der höchsten Lebensqualität der Welt (laut World Competitiveness Yearbook) als auch ein  Musterbeispiel an Reformpolitik (laut Internationalen Währungsfonds). Im Lissabon-Reformprozess wird Österreich offiziell als  Heroe gereiht und ist unter den Top 3 der reformfreudigsten Standorte.
In einer dynamischen Weltwirtschaft darf es aber kein Ausruhen auf vergangenen Erfolgen geben. Stillstand bedeutet Rückschritt. Nur ein Fortführen der Reformen der vergangen Jahre sichert die Attraktivität des Standortes und den erreichten Wohlstand auch in Zukunft.
Insbesondere muss dabei beachtet werden:
" Österreich muss mit einer aktiven Standortpolitik attraktiv für innovative Unternehmen und für die besten Hände und Köpfe aus dem Ausland sein. Das erfordert unter anderem Anpassungen im Steuersystem  insbesondere die Senkung der Spitzensteuerbelastung
" Als Grundvoraussetzung für Österreichs wirtschaftlichen Erfolg müssen Infrastruktur und eine hochwertige Energieversorgung weiter entwickelt werden.
" Der erfolgreich beschrittene Weg zur Schaffung exzellenter Bildungs- und Forschungsinstitutionen ist fortzusetzen.
" Der öffentliche Sektor muss als wichtiger Wettbewerbsfaktor hinsichtlich Effizienz und Regulierungsqualität modernisiert und die Umweltpolitik wirtschaftsverträglich gestaltet werden.
" Last but not least müssen Leistungsträger steuerlich entlastet, die Unternehmensbereitschaft gefördert, und die Verwaltung entbürokratisiert werden.
President, Government Debt Committee; Former Director, IHS - Institute of Advanced Studies, Vienna
President, ÖGB - Austrian Trade Union Federation, Vienna Abstract
Als langfristig angelegte Organisation für die Produktion von Gütern und Dienstleistungen zur Steigerung des Lebensstandards und der Beschäftigung integriert Marktwirtschaft auch die Angebot-Nachfrage-Mechanismen. Finanzmärkten kommt dabei funktional eine unterstützende, jedoch keine treibende Rolle zu. Sie müssen reguliert werden, weil sie ansonsten destabilisierende Effekte auf das gesamte Wirtschaftssystem ausüben, die durch Individualismus und extreme Kurzfristigkeit der wirtschaftlichen Ausrichtung noch übersteigert werden.
Die gleichgewichtige Entwicklung von Angebot und Nachfrage, die Anhebung von Reallöhnen im Einklang mit dem Produktivitätsfortschritt in funktionsfähigen Arbeitsmärkten jenseits von neoliberalem Dogmatismus sowie die makroökonomische Notwendigkeit, dem Staat seine Rolle einzuräumen, sind nunmehr zu zentralen politischen Anforderungen geworden.
Former Federal Chancellor of the Republic of Austria, Vienna
Former Director-General, DG TAXUD - Directorate-General for Taxation and Customs Union, European Commission, Brussels
Editor in Chief and Managing Director, NZZ Austria; Mentor, Alpbach Media Academy; Vienna Chair

Mag. Markus BEYRER

Director General, BUSINESSEUROPE, Brussels

 Markus J. Beyrer has been Director General of BUSINESSEUROPE since late 2012. Prior to this he held the positions of CEO of the Austrian Industry Holding ÖIAG, Director General of the Federation of Austrian Industries (IV) and Director for Economic Affairs of the Austrian Federal Economic Chamber.
 
 Before this Mr Beyrer served as Chief Economic Advisor to the Federal Chancellor of the Republic of Austria, Dr. Wolfgang Schüssel.
 
 In addition to his executive positions, Mr Beyrer held a number of non-executive board functions in various Austrian industrial companies and was a member of the non-executive board of the Austrian Central Bank.
 
 Mr Beyrer read Law and Commercial Sciences in Vienna, graduating in law at the University of Vienna. Later he completed postgraduate studies in European Law at the Danube University in Krems (Austria) and the Stanford Executive Program at the Graduate School of Business at Stanford University.

Dr. Bernhard FELDERER

President, Government Debt Committee; Former Director, IHS - Institute of Advanced Studies, Vienna

1959-1964 Studies, Law and Economics, University of Vienna
1964-1966 Studies, Economics, Faculté de Droit et Sciences Economiques, University of Paris
1964 Doctoral degree, Vienna
1973 Habilitation, Karlsruhe, Germany
1966-1967 Research Assistant of Prof. Fritz Machlup, Princeton University, New York, USA
1967-1968 Visiting Professor, University of North Carolina, Chapel Hill, USA
1968-1974 Assistant Professor, University of Karlsruhe, Germany
1974-1990 Professor of Economics, University of Cologne, Germany
1977 6-month appointment of the Soviet Academy of Sciences, consulting and teaching, mainly in Novosibirsk and Moscow
1987-1990 Director, Economic Seminar, Faculty of Economics and Social Sciences, University of Cologne, Germany
  Professor Emeritus of Economics, University of Cologne, Germany
1991-1995 Professor of Economics, University of Bochum, Germany
1991-2012 Director, Institute for Advanced Studies, Vienna
since 2006 Chairman, Austrian Government Debt Committee
since 2006 Chairman, Austrian Government Debt Committee

Erich FOGLAR

President, ÖGB - Austrian Trade Union Federation, Vienna

1979-1987 Betriebsrat (von 1982-1987 freigestellt)
1985-1987 Stv. Vorsitzender des Arbeiterbetriebsrates
1984-1987 Bildungsreferent der Bezirksleitung Wien-Südwest der Gewerkschaft Metall-Bergbau-Energie (GMBE)
1987-1988 Sekretär der GMBE
1988-1992 Stv. Zentralsekretär der GMBE, Finanzreferat
1992-2006 Zentralsekretär der GMBE
seit 2000 Gewerkschaft Metall-Textil (GMT)
2006 Leitender Sekretär des ÖGB für Finanzen
2006-2008 Vorsitzender der Gewerkschaft Metall-Textil-Nahrung (GMTN)
seit 2007 Mitglied im Vorstand, ÖGB
 seit 2009 Gewählter Präsident, ÖGB
2008-2009 Geschäftsführender Präsident, ÖGB

Dr. Alfred GUSENBAUER

Former Federal Chancellor of the Republic of Austria, Vienna

 Studium der Politikwissenschaft, der Philosophie und der Rechtswissenschaft, Universität Wien
1987 Promotion Dr. phil.
1981-1990 Angestellter der SPÖ
1984,1990 Bundesvorsitzender der Sozialistischen Jugend (SJ)
1985-1989 Vizepräsident der Sozialistischen Jugendinternationale (IUSY)
1989 Vizepräsident der Sozialistischen Internationale (SI)
1990-1999 Kammer für Arbeiter und Angestellte für Niederösterreich
seit 1990 Bezirksvorsitzender der SPÖ Melk
seit 1991 Stadtparteivorsitzender der SPÖ Ybbs an der Donau, Mitglied des Landesparteipräsidiums der SPÖ NÖ, Mitglied der österreichischen Delegation zur Parlamentarischen Versammlung des Europarates
1991-1993 Mitglied des Bundesrates
seit 1993 Abgeordneter zum Nationalrat
1995-1998 Vorsitzender des Sozialausschusses der Parlamentarischen Versammlung des Europarates
1999-2000 Landesgeschäftsführer der SPÖ Niederösterreich
2000 Bundesparteivorsitz SPÖ
2000 SPÖ-Bundesgeschäftsführer
seit 2000 SPÖ-Klubobmann, Bundesparteivorsitzender der SPÖ
2007-2008 Bundeskanzler der Republik Österreich

Mag. Heinz ZOUREK

Former Director-General, DG TAXUD - Directorate-General for Taxation and Customs Union, European Commission, Brussels

 Studied Economics, University of Vienna
 Started his professional life in the Chamber of Labour in Vienna, where he became Director of the department for External Trade and European Integration
1990-1993 Director, Economic Policy Department, Confederation of Austrian Trade Unions, Vienna
1993-1995 Member of the College, EFTA Surveillance Authority
1995-2001 Deputy Director General, Directorate General for the Internal Market, European Commission, Brussels
2001-2005 Deputy Director-General, DG Enterprise and Industry, European Commission, Brussels
2005-2012 Director-General, DG Enterprise and Industry, European Commission, Brussels
2012-2016 Director-General, DG TAXUD - Directorate-General for Taxation and Customs Union, European Commission, Brussels
since 2016 Retired, Special Advisor for Commissioner Moscovici

Michael FLEISCHHACKER

Editor in Chief and Managing Director, NZZ Austria; Mentor, Alpbach Media Academy; Vienna

ab 1988 Studien der Theologie, Germanistik und Klassischen Philologie an der Karl-Franzens-Universität Graz (nicht abgeschlossen)
1991-1994 Außenpolitik-Redakteur, "Kleine Zeitung"
1994 Redakteur in der Chefredaktion, "Kleine Zeitung"
1995-1997 Chef vom Dienst, "Kleine Zeitung"
1998-1999 Stellvertretender Chefredakteur, "Kleine Zeitung"
2000-2001 Chef vom Dienst, "Standard"
2002-2004 Stellvertretender Chefredakteur, "Die Presse"
2004-2012 Chefredakteur, "Die Presse"
2013/14 Leiter, Media Academy, Europäisches Forum Alpbach
seit 2015 Chefredakteur, "nzz.at"

Wirtschaftsgespräche

Timetable einblenden

26.08.2008

14:00 - 14:15EröffnungPlenary
14:15 - 16:15EröffnungsreferatePlenary
16:45 - 18:30Der Beitrag der Unternehmen zu einer menschengerechten WirtschaftsordnungPlenary
20:30 - 23:00Empfang gegeben von der Oesterreichischen NationalbankSocial

27.08.2008

09:00 - 11:00Marktwirtschaft und PolitikPlenary
11:30 - 13:00Konkurrenzdruck und Produktivitätspeitsche: Wo bleibt der Mensch?Plenary
15:00 - 18:00AK 01: Values, that are worth fighting for...Breakout
15:00 - 18:00AK 02: Wirtschafts- und Sozialsysteme der mittelosteuropäischen LänderBreakout
15:00 - 18:00AK 03: Globaler Finanzmarkt - Zusammenhänge, Abhängigkeiten und wechselseitige Beeinflussung internationaler KapitalmärkteBreakout
15:00 - 18:00AK 04: Cash in spite of a crash? The role of alternative investments for private investorsBreakout
15:00 - 18:00AK 05: Liberalisierung und Schutz strategischer Infrastruktur - ein Widerspruch?Breakout
15:00 - 18:00AK 06: Das (Verhältnis-)Wahlrecht in Zeiten der Globalisierung  brauchen wir neue Antworten?Breakout
15:00 - 18:00AK 07: Braucht Europa eine Rohstoffstrategie?Breakout
15:00 - 18:00AK 08: Menschenrechte, Nachhaltigkeit und Unternehmensführung: Anspruch oder Widerspruch?Breakout
15:00 - 18:00AK 09: Zukunft der Bildung - Die Rolle des MarktesBreakout
15:00 - 18:00AK 10: Biotech - Leben im ZukunftsmarktBreakout
15:00 - 18:00AK 11: Wer will im Tourismus arbeiten?Breakout
15:00 - 18:00AK 12: Kommunikationsaufgabe Marktwirtschaft. Globalisierung, Europäisierung, Ökonomisierung. Wo findet sich der Einzelne?Breakout
15:00 - 18:00AK 13: Strategic & Financial Leadership in Osteuropa: Parallelen und Unterschiede zu ÖsterreichBreakout
19:00 - 20:00Special Lecture: Kosovo - Ein Staat im EntstehenPlenary
20:30 - 23:00Empfang gegeben von T-Systems Austria und Tele2Social

28.08.2008

09:30 - 12:15Die Zukunft der Marktwirtschaft: Politische PerspektivenPlenary
12:15 - 12:30SchlusswortePlenary