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Verdichtung der gebauten Stadt – Stadt der kurzen Wege

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Liechtenstein-Hayek-Saal
Plenary / Panel
German and English language

Vortragende

Architekt sowie Akademischer Oberrat, Fakultät für Architektur, KIT - Karlsruhe Institute of Technology, Karlsruhe Abstract Key Note
Ein Versuch über das Wohnen &
Das Wohnen stellt uns immer wieder vor neue Aufgaben. Für Wohnungen scheint nachwievor die 3- ZKB-Wohnung, die Antwort schlechthin auf die Frage nach dem städtischen Wohnen zu sein.
Die aktuelle Wohnfrage hat allerdings nicht viel mehr mit der Frage nach Unterkunft in Zeiten quantitativen Wohnungsmangels zu tun. So hat auch die Standardwohnung ausgedient in einer Zeit die keine Standardfamilie mehr kennt.
Heute geht es um den Entwurf des eigenen Lebens in einer pluralen und multikulturellen Gesellschaft, die einerseits ungekannte Freiheit zur Selbstentfaltung erlaubt, aber anderseits gerade in einer individualisierten Welt, zur Risiko wird. Der Bewohner wird zum Wohnkonsument, der seine Wahlbiographie entsprechend spezifische Anforderungen an seiner Wohnung und Wohnadresse stellt.
Wie ist der Ruf nach städtische Dichte hier zu verstehen und welche Ziele für das Wohnen können damit verfolgt werden? Welche Folgen ergeben sich für die Gemeinschaft?
Der Beitrag wird das  Bild der Dichte im Sinne einer architektonisch städtebaulichen Aufgabe diskutieren.
Architekt sowie Stadtplaner, ArchiMedia ZT GmbH, Wien Abstract
 Ja, das möchste: Eine Villa im Grünen mit großer Terrasse, vorn die Ostsee, hinten die Friedrichstraße . Schon 1927 hat Kurt Tucholsky aus Berliner Sicht das Dilemma auf den Punkt gebracht, vor dem Wien heute mehr denn je steht. Das anhaltend dynamische Wachstum Richtung 2-Millionen-Metropole wird nur in Verbindung mit einer ebenso intensiven wie qualitätsvollen Verdichtung die für diese Stadt wesentlichen Positiv-Effekte bringen. Dass die Bevölkerung diese Zielvorgaben versteht und akzeptiert, darauf wird es in nächster Zukunft ganz besonders ankommen.
Professor, Lehrstuhl für Geschichte und Theorie der Architektur, sowie Stv. Direktor, Deutsches Institut für Stadtbaukunst, Technische Universität Dortmund Abstract
Die dichte Stadt in der Moderne

Der verdichteten Stadt wird gerne nachgesagt, dass sie ein Produkt vergangener Zeiten und Bedingungen sei und durch moderne Herausforderungen und Planungsmodelle überwunden worden sei. In meinem Statement möchte ich zeigen, dass die dichte, durchmischte und fußläufige Stadt auch viele Stadtbauprojekte der Moderne - sogar der Wiederaufbauzeit nach dem Zweiten Weltkrieg - prägte. Damit werden Fragen nach heutiger Dichte, Fußläufigkeit, Funktionsmischung etc. von Vorwürfen des Historismus entlastet und in sachlicher Angemessenheit diskutierbar.
Managing Director, Ulreich Bauträger GmbH; Spokesman for housing developers, Austrian Chamber of Commerce, Vienna Abstract
Der Titel dieser Veranstaltung ist für mich mehr als das: er ist als Bauträger in Wien nicht nur mein strategisches Leitmotiv, er ist zu meiner persönlichen Passion geworden. In der österreichischen Bundeshauptstadt gilt seine Umsetzung  leider  als politische Pionierarbeit.
In Wien können rund 30.000 Gründerzeithäuser aufgrund des politischen Unwillens nicht nachhaltig saniert und damit die Stadt nicht nachverdichtet werden. Stattdessen plant die öffentliche Hand Banlieuebezirke im Wiener Umland. Wenn Sie die jüngsten U-Bahn Ausbauten in Wien und die zukünftigen Ausbaupläne betrachten, ist leicht erkennbar, wohin die Bundeshauptstadt sich in naher Zukunft entwickeln wird:
Von einer Stadt der kurzen Wege zu einer ökologisch wie gesellschaftlich problematischen Stadt ohne Ausweg.
Architekturjournalist, Der Standard, Wien Chair

Rob VAN GOOL

Architekt sowie Akademischer Oberrat, Fakultät für Architektur, KIT - Karlsruhe Institute of Technology, Karlsruhe

1975 Abschluss Technisches Gymnasium Van der Puttlyceum,Eindhoven
1977-1984 Architekturstudium, mit Unterbrechungen als Angestellter in verschiedenen Büros und Bauunternehmen, Eindhoven, Delft
1984-1987 Büro Stadterneuerung der Stadt Delft (Beamter, Koordination und Betreuung Neubau und Umzug der Stadtverwaltung Delft).
1988 Diplom bouwkundig ingenieur, Delft
1988-1992 Freier Mitarbeiter in verschiedenen Büros
1988-1990 Lehrstuhl für Gebäudelehre und Entwerfen. Prof.Jo Coenen, wiss. Angestellter, Architekturfakultät, KIT- Karlsruher Institut für Technologie, Karlsruhe
1990-1992 Lehrstuhl für Städtebau und Entwerfen. Prof. Martin Einsele, wiss. Angestellter, Architekturfakultät, KIT, Karlsruhe
seit 1992 Vollzeitbeschäftigung, KIT, Karlsruhe
1992-2003 Lehrstuhl für Wohnungsbau, Siedlungswesen und Entwerfen. Prof.Dr.Günther Uhlig, wiss. Angestellter, Rat, Oberrat
seit 2003 Fachgebiet für Stadtquartiersplanung. Prof.Markus Neppl, AOR

Arch.Dipl.-Ing. Leopold DUNGL

Architekt sowie Stadtplaner, ArchiMedia ZT GmbH, Wien

bis 1994 Studium und Lehrtätigkeit an der TU Wien
1988-1991 Chefredakteur, "architektur aktuell"
1993-2001 Architekturkritiker, Tageszeitung "Kurier"
seit 1995 Staatlich befugter Architekt mit Schwerpunkt Wohnbau und Stadtplanung; Buch- und Ausstellungsgestaltungen; Autor zahlreicher Studien und Fachpublikationen
seit 1998 Allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger; Mitarbeit in diversen Beiräten und Fachvereinigungen, Vorbereitung von Vergabeverfahren und Mitwirkung an Wettbewerbsjurien

Dr. Wolfgang SONNE

Professor, Lehrstuhl für Geschichte und Theorie der Architektur, sowie Stv. Direktor, Deutsches Institut für Stadtbaukunst, Technische Universität Dortmund

1987-1994 Studium an den Universitäten München, Paris und Berlin
1994-2003 Assistent und Dozent an der Professur für Geschichte des Städtebaus, Eidgenössische Technische Hochschule Zürich. Parallel unterrichtete er an der Harvard University und der Universität Wien und betreute Ausstellungen u. a. am Deutschen Architektur-Museum in Frankfurt am Main und an der Triennale in Mailand
1998-1999 Stipendiat des Collegium Helveticum, Eidgenössische Technische Hochschule Zürich
2003-2007 Lehrte er Geschichte und Theorie der Architektur, University of Strathclyde, Glasgow
seit 2007 Professur für Geschichte und Theorie der Architektur, Technische Universität Dortmund

Mag. Hans Jörg ULREICH

Managing Director, Ulreich Bauträger GmbH; Spokesman for housing developers, Austrian Chamber of Commerce, Vienna

 Seit 1999 Ulreich Bauträger GmbH, Geschäftsführer, Wien
1992-1999 Lenikus & Co GmbH, Prokurist, Wien

Dipl.-Ing. Wojciech CZAJA

Architekturjournalist, Der Standard, Wien

 Studierte Architektur an der TU Wien und arbeitet heute als freischaffender Architekturjournalist für Tagespresse und Fachmagazine.
 Seit 2005 ist er tätig für die österreichische Tageszeitung Der Standard und betreut dort die Themenbereiche Architektur und Immobilien.
 Seit 2011 ist er Gastprofessor an der Universität für angewandte Kunst in Wien und unterrichtet "Kommunikation für Architekten".

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