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Statement zur aktuellen politischen Krise in der Ukraine

Das Europäische Forum Alpbach setzt sich seit 1945 für Frieden und Stabilität in Europa ein und hat in kritischen Situationen immer Stellung bezogen. So auch heute: Die Generalversammlung zeigt sich über die angespannte politische Situation in der Ukraine tief besorgt. 25 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer rufen die politischen Machtspiele um dieses Land Erinnerungen an den Kalten Krieg hervor.

In den letzten zehn Jahren nahmen viele junge Menschen aus der Ukraine und Russland am Europäischen Forum Alpbach teil. So wie das Europäische Forum Alpbach setzen sich auch seine Alumniverbände in Kiew, Lemberg und Moskau für eine demokratische Gesellschaft und gegenseitigen Respekt ein. Doch Demokratie, Menschenrechte und das internationale Völkerrecht stehen derzeit in der Ukraine stark unter Druck.

In dieser angespannten Situation gilt es stärker denn je, jenen Kräften den Rücken zu stärken, die auf Dialog und auf gegenseitiges Verständnis setzen. Das Denken in Einflusssphären und politischen Blöcken steht im Widerspruch zu den Grundwerten europäischer Demokratien und der Europäischen Union. 

Das Europäische Forum Alpbach appelliert daher an die politisch Verantwortlichen in Moskau, ihr einseitiges Vorgehen und den Bruch internationaler Verträge zurückzunehmen. Das militärische Säbelrasseln muss auf beiden Seiten ein sofortiges Ende haben. Mit Gewalt dürfen Landkarten nicht neu gezeichnet werden.

Für das Europäische Forum Alpbach bilden die Menschenrechte, die kulturellen Netzwerke, die zivilgesellschaftlichen Kooperationen und der wirtschaftliche Austausch die Kernelemente einer zukunftsträchtigen Nachbarschaft mit der Ukraine.