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Krise und Kontrollverlust

Digitaler Extremismus im Kontext der Corona-Pandemie

Extremistische Kanäle auf verschiedenen Plattformen haben seit dem Beginn des ersten Lockdowns in Österreich, Deutschland und der Schweiz im Frühling 2020 enorm an Publikum gewonnen. Rechtsextremisten gewannen dabei am meisten an Zuwachs, verglichen mit Linksextremisten und islamistischen Extremistengruppen. Das zeigt eine Studie, die im Auftrag des Europäischen Forums Alpbach und mit Mitteln der Stiftung Mercator und der Stiftung Mercator Schweiz vom Institute of Strategic Dialogue in London durchgeführt wurde. Die Studie, die im Rahmen der Alpbacher Re:think Alliances 2020 präsentiert wurde, zeigt auch einen massiven Anstieg bei Postings im Netz, die Verschwörungstheorien zum Inhalt haben. Studienautor Jakob Guhl kommt zu dem Schluss, dass es im DACH-Raum ein dringendes Bedürfnis nach mehr Kooperation zwischen politischen Kräften und zivilgesellschaftlichen Akteuren im Kampf gegen solche Inhalte gibt, damit Extremismus im Netz effizient und effektiv zurückgedrängt werden kann.