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Building living environments

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Liechtenstein-Hayek-Saal
Plenary / Panel
German and English language

Speakers

Professor, Urban and Regional Sociology, HCU - HafenCity University, Hamburg Abstract Key Note
Im 21. Jahrhundert lebt weltweit erstmals die Mehrheit der Menschen in Städten. Der urbane Alltag präsentiert sich je nach Lage auf dem Globus in mehr oder weniger polarisierten Formationen: Sie sind gleichzeitig geprägt durch Armut und Reichtum, räumliche Mobilitätserfordernisse, Generationen- und Geschlechterverhältnisse, kulturelle Vielfalt sowie Belastungen durch Lärm, Luftverschmutzung und Wassernöte. Die Steuerung der Stadtentwicklung erfolgt dabei längst nicht mehr allein durch staatliche, kommunale und wirtschaftliche Akteure, sondern zunehmend durch informelle, vielfach unkontrollierte Nutzungspraktiken der urbanen (Über-)Lebensräume bei gleichzeitig eingeforderter Partizipation der Zivilgesellschaft. Vor diesem Hintergrund kann sich Baukultur nicht mehr allein auf die Gestaltung von Gebäuden beschränken.
Head, Municipal Department 50, Housing Promotion and Arbitration Board for Legal Housing Matters, Vienna City Administration Abstract
Wien als wachsende Stadt verfolgt ambitionierte Ziele der Qualitätssicherung: funktionale Durchmischung, klimaneutrale Stadt, kostengünstiges Wohnen, soziale Nachhaltigkeit und innovative Architektur. Anhand mehrerer großer Neubaugebiete  Seestadt Aspern, Hauptbahnhof und Eurogate  werden die funktionalen und sozialen Schwerpunkte und die dafür entwickelten Instrumente diskutiert. Daraus lassen sich die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Umsetzung einer Baukultur der Lebensräume ableiten.
Architect and Associate Professor, Center for Urbanism, The Royal Danish Academy of Fine Arts, School of Architecture, Design and Conservation, Copenhagen Abstract
Baukultur der urbanen Lebensräume  Erbe und Wiedergewinnung alter Konzepte: Was kann man von alten Städten lernen?

Urbanity is about how we live together in the city with difference, complexity and chance. It is about both the opportunities of city life and of the experience of the city. The modern movement in architecture and urban planning as well suburban sprawl and the focus on the car have been undermining the positive aspects of urbanity since the 1920s and especially since the end of World War II. As a reaction, traditional urban qualities has got a revival in the last decades, but the understanding of the basic features of urbanity and its contributing settings needs to be further qualified, e.g. concerning different levels of urban intensity. The comment to Breckner will try to sum up some of the things we have learned about urbanity in Scandinavia, in space syntax analyses, and New Urbanism.
Professor, Institute for Transport Studies, Department of Transport Planning and Traffic Engineering, Vienna University of Technology, Vienna Abstract
So wie ein Mensch sich in seinem Lebensraum und den Beziehungen zu seiner Umwelt definiert, definieren sich auch Bauten nicht nur über ihren Inhalt und ihre Form, sondern über ihre Beziehungen zu benachbarten und gegenüberliegenden Objekten und die dazwischen liegenden Lebensräume, die man im letzten Jahrhundert vernachlässigt hatte weil man es konnte. Die früheren Lebensräume für Menschen mit ihren Ansprüchen an Inhalt und Form der umliegenden Objekte verkamen zu Todeszonen der Fahrbahn und Abstellplätzen für Fahrmaschinen. Entfernt man diese stadtzerstörenden Elemente aus diesen Räumen, entsteht meist kein Lebensraum, sondern ein formales und funktionelles Vakuum einer Architektur, die Menschen nicht mehr anspricht und meist auch in keiner Beziehung zu ihrem Nachbarn und dem Gegenüber steht. Eine der größten Herausforderungen für die Zukunft einer nachhaltigen Stadt wird wohl die Umwandlung der heutigen Todeszonen der Fahrbahnen und der offenen Maschinenhalle der Abstellplätze in vital belebte Räume menschlicher Aktivitäten und einer abwechslungsreichen, dem menschlichen Maßstab angemessenen Form und Gestaltung der gebauten Umgebung bestehen. Die Wiedergewinnung des kleinen menschlichen Maßstabes nach der Zeit des übernatürlichen Lebewesens Autofahrer ist eine Herausforderung für die Baukultur der Zukunft, in der wieder die Schönheit also Qualität ein Zweck und Quantität höchstens ein Mittel sein muss.
Sprecher, Plattform Baukultur, Wien Chair

Dr. Ingrid BRECKNER

Professor, Urban and Regional Sociology, HCU - HafenCity University, Hamburg

1981-1989 Researcher, Institute for Social Science Research, Ludwigs Maximilian University, Munich
1989-1994 Scientific director, European Model Action "WohnForum München GmbH", Munich
1994-1995 Guest Professor, Department Urban Planning, Kassel University
since 1995 Ordinary Professor, Department Urban Planning, University of Technology Hamburg-Harburg/ removed to the new HafenCity University in 01/ 2006

Mag. Dr. Wolfgang FÖRSTER

Head, Municipal Department 50, Housing Promotion and Arbitration Board for Legal Housing Matters, Vienna City Administration

 Studium der Architektur in Wien und Graz, Post Graduate Ausbildung in Politologie, Mag. arch., Dr. tech.
1988-2001 Mitarbeiter, Prokurist, Leiter des Koordinationsbereiches, Wohn-fonds_Wien
  Leitung mehrerer EU-Projekte
  Leiter, Arbeitsgruppe Housing, EUROCITIES
  Vorsitzender, Committee for Housing and Land Management, Europäischen Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen (UNECE)
seit 2001 Bereichsleiter, Wohnbauforschung und Gebietsbetreuung sowie zuständig für internationale Kontakte im Bereich Stadterneuerung und Wohnbau, Wiener Stadtverwaltung

MAA Bo GRÖNLUND

Architect and Associate Professor, Center for Urbanism, The Royal Danish Academy of Fine Arts, School of Architecture, Design and Conservation, Copenhagen

since 1971 Royal Academy of Fine Arts, School of Architecture, Copenhagen (teacher, researcher, associate professor)
1979-1986 Nordic Counsel of Ministers (urban research)
1985-1990 Danish Standards (CPTED guidelines)
since 1988 Bo Grönlund, architect (consultancy in urbanism and CPTED)

Dipl.-Ing. Dr. Hermann KNOFLACHER

Professor, Institute for Transport Studies, Department of Transport Planning and Traffic Engineering, Vienna University of Technology, Vienna

 Bauingenieurwesen, Abschluss der Studien im konstruktiven Bereich, im Verkehrsbereich und im Wasserbau
 Mathematikstudium, Technische Universität Wien
 Geodäsiestudium, Technische Universität Wien
1963-1969 Universitätsassistent, Technische Universität Wien
1970 Gründung des Instituts Verkehrswesen, Kuratorium für Verkehrssicherheit, Beschäftigung mit Sicherheitsforschung, Verkehrsplanung und Verkehrswesen und Leitung des Institutes bis 1982
  Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre offizieller Fachberater für den zuständigen Verkehrsminister für den Bereich des gesamten Verkehrswesens
seit 1971 Eröffnung eines eigenen Ingenieurbüros für Forschung und Beratung von Gemeinden, Ländern und Unternehmen, kontinuierliche Leitung des Ingenieurbüros bis heute
seit 1975 Leitung, Institut für Verkehrsplanung, Technische Universität Wien
seit 1985 Leitung, Institut für Straßenbau und Verkehrswesen, Technische Universität Wien
1989-2007 Leitung, Institut für Verkehrsplanung und Verkehrstechnik, Technische Universität Wien

DI Jakob DUNKL

Sprecher, Plattform Baukultur, Wien

1990 Diplom Architektur, TU Wien
1998 Querkraft Architekten ZT gmbh
2002 Sprecher IG Architektur
2010 Sprecher Plattform Baukultur

Built Environment Symposium

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