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Die Rolle der Phantasie in der Kunst

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Kaiser-Leopold-Saal
Plenary / Panel
german language

Speakers

Opernsänger; Professor für Gesang, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Abstract
Beim Hören von Musik, wenn die Gedanken "Flügel" bekommen und man in andere Sphären gehoben wird, ist Phantasie im Spiel.
Beim Betrachten eines Bildes, wenn man das Gefühl hat auf dem Bild "daheim" zu sein und auf ihm spazieren gehen zu können ist Phantasie im Spiel.
Beim Lesen eines Buches, dessen Worte man sich farbenreich vorstellt und die Bilder im Kopf entstehen, ist Phantasie im Spiel. Warum sagt man oft, dass das Buch besser ist als der Film? Phantasie ist, ähnlich wie die Liebe, ein sehr intimes,sehr persönliches Empfinden, das im Hirn entsteht.
Maler, Bildhauer und Bühnenbildner, Bichl-Benediktbeuern Abstract
Phantasie ist ein Potential, welches jedem Menschen als angeboren eigen ist.
Es äussert sich im Spiel und in der Kreativität, denn Phantasie ist der Kraftstoff für den Motor, der bewegt, so dass sich etwas entwickelt. Man kann sie fördern und trainieren bis hin zur Kunst. Aber ebensowenig wie Moral und Ethik von der Religion, ist Phantasie und Kreativität von der Kunst gepachtet. Phantasie ist wie die zweckfreie Neugier eine den Menschen charakterisierende Gabe, ein göttlicher Funke, der alles beseelt, wenn er sich entzündet und uns immer und überall und grenzenlos tragen kann.
Ebenso wie die Intuition drängt die Phantasie sich frei und spontan auf, erscheint als die Fähigkeit, sich alles vorzustellen und einzubilden und bleibt dennoch in ihrem Wesen ein Geheimnis. Denn sie entzieht sich erst einmal dem Vernünftigen und Materiellen, der Kausalität und dem Nützlichen, bis die Kreativität als schöpferischer Prozess diesen Part übernimmt.
Schriftstellerin, Graz Abstract
Die Fantasie als eine schöne Kunst betrachtet.

Fantasie ist radikal. Fantasie heißt, eine Idee zu finden, sie sich entwickeln zu lassen und ihr bis zu ihrem Ende zu folgen, wenn sich denn eines findet. Dem Nachdenken sind ja unter fantastischen Bedingungen gerade keine realistischen Grenzen gesetzt. In der Kunst ist das möglich, mehr noch, es ist erforderlich.

Wenn die Fantasie nicht bereit ist, in der Kunst bis zum Äußersten zugehen, hat das Kunstwerk sein Thema verfehlt. Fantasie ist schließlich das Wesen der Kunst, wenn Kunst als etwas betrachtet wird, das ohne äußere, nur aufgrund innerer Notwendigkeit aus dem Nichts geschaffen wird.

Im Prinzip. Aus der praktischen künstlerischen Erfahrung heraus fragt sich allerdings, wann tatsächlich etwas ohne äußere Notwendigkeit erzeugt wird, und was innere Notwendigkeit überhaupt sein soll. Vor allem stellt sich die Frage, worin die Radikalität der Fantasie besteht.
Regisseur; Staatsintendant a. D., München Chair

Peter EDELMANN

Opernsänger; Professor für Gesang, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien

 Gesangsunterricht beim Vater Otto Edelmann und an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien.
1985 Erstes Engagement, Stadttheater Koblenz
1989 Sieger, Belvedere Gesangswettbewerb, Wien
 Sein Repertoire umfasst über 75 Rollen des gesamten Baritonfachs, wie Papageno, Onegin, Don Giovanni, Valentin, Marcello, Posa, Figaro, Barbier, Danilo, Eisenstein.
 Ab 1990 auch Gastspiele auf der ganzen Welt sowohl in Opern als auch Konzerten.
 Seit 2001 lebt Peter Edelmann wieder in Wien und ist als freischaffender Sänger tätig.
1990- 2001 Ensemblemitglied, Deutsche Oper Berlin
 Er tritt u.a. am Teatro Colon Buenos Aires, an der Washington Opera, Teatro La Fenice Venezia, Teatro San Carlo Napoli, Theatre La Monnaie Brüssel, Dresdner Semperoper, Staatsoper Stuttgart, Berliner Staatsoper, Hamburger Staatsoper, New Nationale Theatre Tokyo, Opera Hong Kong, Wiener Staatsoper, Wiener Volksoper, Seattle Opera, Washington Opera, San Diego Opera, Opernhaus Zürich auf. Er arbeitet mit Dirigenten wie Christian Thielemann, Franz Welser-Möst, Christopher Hogwood, John Eliot Gardiner.
2006 Gründung der ottoedelmannsociety zur Förderung junger Sänger.

Maximilian FLIESSBACH GEN. MARSILIUS

Maler, Bildhauer und Bühnenbildner, Bichl-Benediktbeuern

 Der Maler und Bildhauer, Opernregisseur und Bühnenbildner Maximilian Fliessbach gen. Marsilius studierte Freie Malerei und Graphik bei Ernst Fuchs (Wien) und Gerhard Rühm (Hamburg) . Anschliessend an der Ludwig Maximilians Universität in München Kunstgeschichte, Philosophie und Theaterwissenschaften und parallel dazu bei August Everding Opernregie an der Hochschule für Musik und Theater . 1988 schloss er seine Studien mit dem Magister Artium ab in der kunsthistorischen Arbeit "Höfische Feste unter den Wittesbachern von der Renaissance bis zum Rokoko". Seither arbeitet er freischaffend in seinen Ateliers in München und Bichl-Benediktbeuern in den Bereichen der Bildenden und der Darstellenden Kunst . Seit über zwanzig Jahren ist er bekannt für seine Kunst, die Musik und Malerei zu verbinden versucht. Es entstanden grosse Zyklen über Bach, Schubert, Mozart, Mahler, Liszt, Strauss, Wagner, Debussy und Orff. 2004 wurde Marsilius zusammen mit Loriot als einer der wichtigsten Künstler der Region mit dem Kunstpreis des Landkreises Bad Tölz - Wolfratshausen ausgezeichnet.

Mag. Olga FLOR

Schriftstellerin, Graz

 Aufgewachsen in Wien, Köln und Graz, lebt in Graz. Sie studierte Physik und arbeitete im Multimedia-Bereich. Seit 2004 freie Schriftstellerin. Romane, Kurzprosa, Essays.
 Ihr Roman "Kollateralschaden" erschien im Herbst 2008 bei Zsolnay und wurde für den deutschen Buchpreis 2008 nominiert.
 Im Wintersemester 2010/11 Lehrtätigkeit am Studiengang Sprachkunst der Universität für Angewandte Kunst in Wien.
 "Die Königin ist tot", Roman, Zsolnay, August 2012.
 Ein Auszug daraus wurde für den Alfred-Döblin-Preis 2011 nominiert.

Dr. Hellmuth MATIASEK

Regisseur; Staatsintendant a. D., München

 Studium Schauspiel und Regie am Max-Reinhardt-Seminar
 Studium der Theaterwissenschaft, Germanistik und Psychologie an der Universität Wien
 Gründer und Leiter des Avantgarde-Theaters "Kaleidoskop"
 Erste Engagements in Salzburg und Städt. Bühnen Köln
1962-1964 Intendant des Landestheaters Salzburg
1964-1967 Generalintendant des Staatstheaters Braunschweig
1967-1972 Freischaffender Regisseur für Oper, Schauspiel und Fernsehen
1972-1979 Direktor der Otto-Falckenberg-Akademie (Schauspielschule der Stadt München)
1979-1983 Generalintendant der Wuppertaler Bühnen
1983-1996 Intendant des Staatstheaters am Gärtnerplatz, München
1997-1999 Leiter der Kultur-Strukturkommission für Baden-Württemberg
2000-2003 Präsident der Bayerischen Theaterakademie August Everding im Prinzregententheater München
 Gastinszenierungen in Berlin, Hamburg, München, Wien, Salzburger Festspiele, Bregenzer Festspiele, Stockholm, Basel, Barcelona, Zagreb, Bern etc.
1998-2008 Künstlerischer Leiter der CARL-ORFF-Festspiele in Andechs

Phantasie in Kultur und Wirtschaft

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