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Current and Future Means of Documentation

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Ehem. Hauptabteilungsleiter, ORF-Fernseharchiv, Wien Abstract
Digitale Revolution und ungelöste Zukunftsfragen

Die Zeit nach dem Ende des  realen Sozialismus ist geprägt von einer der tiefgreifendsten
Veränderungen in der Menschheitsgeschichte  nur vergleichbar mit der Erfindung des Buchdrucks.
Die digitale Revolution hat erst die wirtschaftliche Totalabhängigkeit unseres Wirtschaftssystems
ermöglich, kein Beruf hat sich nicht in punkto Verwaltung, Alltagspraxis etc. radikal verändert. Und
doch steht die  digitale Revolution erst ganz am Beginn. Erst jetzt beginnen die Bibliotheken  wie
das Beispiel Österr. Nationalbibliothek beweist  wenigstens mit den Altbeständen online zu
operieren. Und die Fernseharchive werden noch länger brauchen: die Mengen an digitaler
Speicherung sind noch viel grösser, die Rechtsprobleme schier unüberwindlich. Und der Wandel der
technischen Formate viel zu rasch. Wir stehen also vor ungelösten Fragen: Wie sichern wir die
Langzeit-Überlieferung über Jahrhunderte, wenn auch Festplatten in punkto Haltbarkeit sehr
gefährdet sind? Wie lassen wir die Autoren zu ihren Rechten kommen? Was ist überhaupt
erhaltenswert  in einer  Überinformationsgesellschaft ? Wie sieht das Berufsbild des Bibliothekars
oder des Archivars des Jahres 2050 aus?
Director General, Austrian National Library, Vienna Abstract
Digitalisierung

Die zeitgemäße Vermittlung, langfristige Erhaltung und Erweiterung ihrer Bestände war und ist seit jeher das Fundament der Österreichischen Nationalbibliothek. Seit einigen Jahren wird dieser Leitsatz konsequent auch auf digitale Bestände ausgedehnt. Bereits 2003 startete die Österreichische Nationalbibliothek mit dem Projekt ANNO die erste Initiative zur Massendigitalisierung österreichischer historischer Tageszeitungen. Viele weitere umfassende Digitalisierungsprojekte etwa zu historischen Gesetzestexten, Porträts, Grafiken, Plakaten, Tonträgern und Papyri folgten.
Projekte zur Bestandsdigitalisierung haben zumeist zwei Intentionen: Sie sollen einerseits die Sichtbarkeit und Zugänglichkeit der Bestände verbessern und anderseits die wertvollen Originale durch das Angebot digitaler Kopien schonen.

Die lückenlose Sammlung und Bewahrung der gesamten nationalen Produktion an Publikationen ist ein wesentlicher Anteil des kulturellen Gedächtnisses eines Landes, heute sind das in immer stärkerem Umfang auch Webinhalte. Mit deren Archivierung übernimmt die Österreichische Nationalbibliothek seit 1. März 2009 eine zukunftsweisende Aufgabe: Inhalte aus dem World Wide Web als wertvoller Teil unseres kulturellen Erbes werden interessierten BenutzerInnen in Zukunft auch dann noch zur Verfügung stehen, wenn sie längst aus dem Web verschwunden sind

Dr. Peter DUSEK

Ehem. Hauptabteilungsleiter, ORF-Fernseharchiv, Wien

 Studium Deutsch, Geschichte und Philosophie (Lehramt) an der Universität Wien
 Doktorat am Institut für österreichische Geschichtsforschung
1967-1968 Wissenschaftl. Hilfskraft, Historischen Institut der Universität Wien
1970-1972 Journalistische Ausbildung, Zeitung "Die Presse"
seit 1972 Redakteur, zuerst Auslandsdienst auf Kurzwelle, ORF Österreichischer Rundfunk
  Kurator, Dokumentationsarchivs des Österreichischen Widerstands
seit 1974 Regelmäßige Mitarbeit, Bildungssendungen des ORF (Magazin der Wissenschaft, Rampenlicht, Schulfunk, Schulfernsehen, Opernwerkstatt)
  Zuletzt Lehraufträge, Institut für Theaterwissenschaft sowie Institut für Geschichtsforschung
seit 1979 Lektor für Mediendidaktik, Institut für Geschichte, Universitäten Klagenfurt, Institut für Geschichte und Publizistik, Salzburg und Wien
1980 Start des Medienkoffer-Programms, Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur
1982 Parallel zu "Österreich II" Aufbau des Historischen Archivs des ORF, Redaktionelle Mitarbeit an Serien wie "Zeitzeugen" u.a.
1988-2008 Hauptabteilungsleiter, Fernseharchiv des ORF
1992 Vizepräsident, Internationale Archivvereinigung FIAT
1994 Präsident, Freunde der Wiener Staatsoper
1998 Präsident, Internationalen Archivvereinigung FIAT
2002 Vize-Präsident, Internationalen Archivvereinigung FIAT
2003 Berufstitel "Professor"
2010 Honorarprofessor, Zeitgeschichte und Archivkunde, Universität Wien

Dr. Johanna RACHINGER

Director General, Austrian National Library, Vienna

1986 Doctoral degree, Studies of Dramatics, German Language and Literature, University of Vienna
1987-1988 Editor, Wiener Frauenverlag, Vienna
1988-1992 Head of Book Advisory Committee, Österreichisches Bibliothekswerk, Salzburg
1992-1995 Head of Programme, Ueberreuter Publishing House, Vienna
1995-2001 General Manager, Ueberreuter Publishing House, Vienna
since 2001 Director General, Austrian National Library, Vienna