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Ethics, Economy and Medicine – Integrated Care

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Erwin-Schrödinger-Saal
Plenary / Panel
German and English language

Speakers

Professor, Institute for Epidemiology, Social Medicine and Health Systems Research, Hannover Medical School; Chairman of the Managing Board, German Managed Care Association, Berlin Abstract
Das deutsche Gesundheitssystem zählt zu den leistungsfähigsten weltweit, wird aber aufgrund starrer Sektorengrenzen der Herausforderung kaum gerecht. Integrierte Versorgung hat sich in den vergangenen Jahren als Ansatz im Gesundheitswesen grundsätzlich etabliert. Jetzt geht es darum, die verschiedenen Modelle aufeinander abzustimmen und Fehlentwicklungen zu stoppen. Das Ziel heißt die Integration der Integrierten Versorgung. Evaluierte, erfolgreiche, lokale Pilotprojekte gilt es auf andere Regionen zu übertragen. Parallel müssen sowohl indikations-, als auch populationsbezogen innovative sektoren- und berufsfeldübergreifende Versorgungskonzepte entwickelt werrden.

Die Leistungsfähigkeit eines Gesundheitswesens bemisst sich in Zukunft in erster Linie an der Qualität der Versorgung chronisch Kranker. Im Zentrum steht deshalb die Verbesserung der Behandlung chronisch Kranker (chronic care). Ihr Anteil liegt bereits heute bei fast 50% und steigt kontinuierlich, gekoppelt mit zunehmender Multimorbidität. Aktuell erzeugen etwa 10 Millionen chronisch Kranker ca. 2/3 der Krankenhauskosten. Ein fragmentiertes Gesundheitssystem scheitert hier.
Vorsitzende /Chairwoman SHÖ Schlaganfallhilfe Österreich Abstract
Im Engagement von Patientenorganisationen und Selbsthilfeaktivitäten erleben die Aktiven immer wieder gleiche Situationen. Die medizinische Versorgung ist erstklassig, wird jedoch aus Kostengründen nicht mehr übernommen.
 Time is Brain und das Zeitfenster der Erhaltung von gesunder Gehirnaktivität ist mit 3 bis maximal 4,5 Stunden sehr eng. Setzt innerhalb des genannten Zeitraumes nicht die zielgenaue Behandlung ein, ist damit zu rechnen, dass bleibende Schäden und Behinderungen die Folge ist.
Der Schlaganfall ist das Ereignis, das die meisten Behinderungen im Erwachsenenalter verursacht.
Die integrierte Versorgung in einer Stroke Unit mit aufwendigen Behandlungen hat natürlich auch ihren Preis.
In Österreich ereignen sich durchschnittlich mehr als zwei Schlaganfälle pro Stunde und rund 24.000 Menschen erleiden jährlich einen Schlaganfall. Nach dem Herzinfarkt ist der zerebrale Insult bereits Todesursache Nummer zwei.
Jetzt werden mit sehr hohem Kostenaufwand viele Menschen gerettet, haben aber leider im Anschluss nach diesen lebenserhaltenden Behandlungen und Maßnahmen teilweise sehr wenig Aussicht auf ein Leben in guter und akzeptabler Qualität.
Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus erleben Betroffene den nächsten großen Schock.
Nichts ist, wie es einmal vorher war. Die Angehörigen sind bemüht, aber überfordert. Betreuung zum besseren Verständnis der völlig veränderten Lebenssituation und psychologischer Beistand auch für das familiäre Umfeld wären wünschenswert.
Ebenso notwendig wären Case Manager, die den Patienten durch den Dschungel der Behandlungspfade lotsten.
Seit Jahren fordert die SHÖ die Einrichtung von flächendeckenden ambulanten neurologischen Therapiezentren und psychologische Begleitung.
Professor, Institut für Geschichte, Ethik und Philosophie der Medizin, Medizinische Hochschule Hannover Abstract
Sozialempirische Daten zur ärztlichen Rationierung medizinischer Maßnahmen deuten hin auf ein bedeutsames Potential für Benachteiligungen vulnerabler Patientengruppen und auf einen klaren Handlungsbedarf zur Unterstützung der ärztlichen Profession. Unter Beachtung gesundheitlicher Opportunitätskosten sollte die Mittelerhöhung für den Gesundheitssektor nicht die primär zu fordernde Konsequenz sein. Vielmehr ist ein medizinisch rationaler, ethisch wie rechtlich vertretbarer und ökonomisch sinnvoller Umgang mit den begrenzten Ressourcen zu optimieren. Dies beinhaltet Effizienzsteigerungen ebenso wie eine transparente Priorisierung und Rationierung medizinischer Leistungen. Um dies zu ermöglichen, müssens vor allem die unverzerrte Verfügbarkeit und kritische Aufarbeitung der wissenschaftlichen Evidenz zu Nutzen- und Schadenspotenzialen medizinischer Maßahmen weiter verbessert werden.
Professor and Head, Research Unit of Nursing, University of Southern Denmark, Odense Abstract
In a smaller Danish municipality in 1986 the basic characteristics of an action research project took place as collaboration between researcher and practitioner: resolving practical problems; changing actual practice; and leading to the development of a local theory as central to all forms of action research.
By changing what we called the maid-servant syndrome domination among the staff groups, the health care staff now reached a deeper understanding of holism by working from the self-care perspective. The research process also strengthens the autonomy and self dependency of the older people during the project. By considering housing as separate entities and by introducing 24-hour care, the former institutional system moved to one with extensive development of home-based care.
Chair

Dr. Volker AMELUNG

Professor, Institute for Epidemiology, Social Medicine and Health Systems Research, Hannover Medical School; Chairman of the Managing Board, German Managed Care Association, Berlin

1994-2000 Assistant Professor, University of Economics and Political Sciences, Hamburg
1994 Dr. oec. HSG, University of St.Gallen
1997-1999 Visiting Assisstant Professor, Columbia University, New York
since 1999 Co-founder and Chairman; Director for Marketing, Planning and Control, Wavecall SA, Lausanne/Amsterdam
2000-2001 Managing Director, Wavecall BV, Amsterdam
2001-2004 Co-founder, Hannover School of Health Management, Hannover
since 2001 Part-time Tenured Professor, Medical University of Hannover
2002 Guest Lecturer, Columbia University, New York
2004-2007 Managing Director, German Managed Care Association, Berlin
since 2007 President, German Managed Care Association, Berlin
since 2009 Managing Partner, College-M Deutschland, Berlin
2011 Founder, InaV - Privates Institut für angewandte Versorgungsforschung GmbH, Berlin

Manuela MESSMER-WULLEN

Vorsitzende /Chairwoman SHÖ Schlaganfallhilfe Österreich

 Banker, Marketing- and Advertising Manager,
 Marketing Director Festspiel- und Kongresshaus Bregenz
 Head, International Communication Department Philips Speech Processing, Wien, New York, London, San Francisco
 Stroke Surviver
 Retirement

Prof. Dr. med. Dr. phil. Daniel STRECH

Professor, Institut für Geschichte, Ethik und Philosophie der Medizin, Medizinische Hochschule Hannover

 Promotion in Medizin und Philosophie
2003-2005 Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Charité - Universitätsmedizin Berlin
2005-2006 DFG-Postdoc-Stipendiat, Graduiertenkolleg "Bioethik", Universität Tübingen
2006-2008 Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Institut für Ethik der Medizin, Universität Tübingen
2007 DAAD-Postdoc-Stidendiat, Department of Bioethics, National Institutes of Health (NIH), Bethesda, USA
seit 2008 Juniorprofessur für Medizinethik, Medizinische Hochschule Hannover (MHH)

Dr. Lis WAGNER

Professor and Head, Research Unit of Nursing, University of Southern Denmark, Odense

1996 Dr.PH (Doctor of Public Health), NHV (Nordic School of Health Sciences), Gothenburg, SV
2004-2006 Regional Advisor for Nursing and Midwifery, World Health Organization (WHO), European Region
since 2005 Professor and Research leader, Research Unit of Nursing, Institute of Clinical Research, Faculty of Health Sciences, SDU
since 2008 Leader of the Danish part of EU 7th RF Programme, Interlinks: Health systems and long-term care

Health Symposium

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