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Phantasie in Wissenschaft und Technik – Ergänzung oder Widerspruch?

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Kaiser-Leopold-Saal
Plenary / Panel
german language

Speakers

Austrian Federal Minister for Education, Vienna Abstract
ForscherInnen entdecken in ihrer tagtäglichen Arbeit Stück für Stück unsere Welt. Jede Entdeckung führt zu einer neuen. Solch schöpferische Arbeit funktioniert nur mit Neugier, Phantasie und Kreativität. Innovationen, denen wir unseren Wohlstand und unsere Lebensqualität verdanken, nehmen ihren Ausgang in der Forschung. Kreative Köpfe entwickeln und gestalten aufbauend auf Forschungsergebnisse und Technologien verwert- und verkaufbare Produkte und Services, die im Alltag zum Einsatz kommen. Innovation und Fortschritt brauchen ein Ineinandergreifen von Forschung und kreativen GestalterInnen, um neue Lösungen zu finden und realisieren zu können. Je besser die beiden „Welten“ verzahnt sind, desto stärker ist die Innovationskraft einer Gesellschaft. Wissenschaft, Neugier und Phantasie gehen stets Hand in Hand. Das heißt aber auch: Wir alle leben von Neugier, Phantasie und Kreativität.
Professor, Department of Biochemistry and Molecular Cell Biology, Max F. Perutz Laboratories, University of Vienna Abstract
Wahrnehmung, Realität, Wunschdenken und Kreativität in der Wissenschaft.


Das edle und wichtigste Ziel aller wissenschaftlichen Arbeiten soll der Wahrheitsfindung dienen und das Produkt dieser Bemühungen ist zuerst einmal „Wissen“. Im Laufe der Jahrhunderte, aber vor allem seit Beginn der Aufklärung, sind die Menschen bemüht um ein tiefes Verständnis der Welt und der Prozesse, die sie umgeben. Wissensschaffung ist ein Prozess, der zwar Phantasie im Sinne von Vorstellungskraft benötigt, aber zum Ziel kommt man nur mit systematischen Arbeiten, die viele Kontrollen verlangen und im Sinne von Karl Popper sich stetig einer Falsifizierung stellen müssen. Die wichtigste Eigenschaft für WissenschafterInnen sind jedoch die Fähigkeit sinnvolle Fragestellungen zu erkennen um dann Strategien zu schaffen, die diese Fragen beantworten können.
President, Austrian Research Council; Professor emeritus, University of Innsbruck; Member of the Austrian Parliament, Vienna Abstract
Phantasie, eigentlich schlicht das, „was sich zeigt“, also die „Erscheinung“, wird gerne mit Kreativität, dem Mut, quer und anders zu denken, und auch mit Innovationskraft konnotiert.
Sie ist eine antreibende Kraft des Versuchens, des Verbindens, des Schaffens sowie des Scheiterns und entspricht somit auch in vielerlei Hinsicht dem Wesen von Wissenschaft und Forschung.
Leonardo da Vinci behauptete ja von sich, die Idee mehr zu lieben als deren Ausführung. Nicht selten mündet die kreative Nutzung von Erkenntnissen wissenschaftlicher Grundlagen, aber auch in Anwendung und erzeugt somit wichtige gesellschaftliche, kulturelle und ökonomische Weiterentwicklung.
In diesem Sinne wird Phantasie nie Widerspruch, sondern stets Essenz menschlicher Neugier und damit forschender Prozesse sein.
Professor, Institut für Theoretische Physik, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck Abstract
Phantasie ist die Grundlage der Kreativität in der Wissenschaft, und Kreativität ist das, was die Wissenschaft antreibt und ausmacht. Forschung in den Naturwissenschaften besteht darin, das bisher Ungedachte zu denken und Querverbindungen herzustellen, wo bisher keine existierten, und dabei Etabliertes in Frage zu stellen. Phantasie und Kreativität haben somit ein spekulatives Element, das auf den ersten Blick im Widerspruch zur Systematik der naturwissenschaftlichen Arbeit und Logik steht, tatsächlich jedoch die neuen Türen in den Wissenschaften aufstösst. Letztlich ist Wissenschaft ein Wettbewerb, wo der phantasievollere und kreativere Kopf gewinnt. Diese Innovationskraft in Wissenschaft und Technik ist aber auch nicht zu trennen von einem kulturellen und gesellschaftlichen Hintergrund, auf dem die Forschung passiert, mit umgekehrt großem Impakt auf wirtschaftlichem Erfolg und Entwicklung.
Partner, GfK Austria GmbH, Vienna Chair

Dr. Sonja HAMMERSCHMID

Austrian Federal Minister for Education, Vienna

1995 Promotion zum Doktor der Naturwissenschaften (Medizinische Genetik)
1990-1995 Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Boehringer Ingelheim Austria GmbH
1995-1997 Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Universität Wien (Postdoc)
1998-1999 Produktmanagerin bei Margaritella-Biotrade GmbH
1999-2005 Leiterin von Life Science Austria bei der Innovationsagentur GmbH (seit 2003 aws)
2000-2010 Investmentmanagerin der UniVenture Fonds
2002-2005 Geschäftsführerin, ARGE LISA Vienna Region
2003-2010 Leiterin des Bereichs Technologie & Innovation und Gesamtprokuristin (seit 2003) in der Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws)
2004-2006 Geschäftsführerin der ARGE Impulsprogramm Creativwirtschaft
2008-2010 Stellvertretende Vorsitzende, Universitätsrat Veterinärmedizinische Universität Wien
2009-2010 Aufsichtsrätin Innovacell Biotechnologie AG
2010-2016 Rektorin, Veterinärmedizinische Universität Wien
seit 2010 Aufsichtsrätin Vetwidi Forschungsholding GmbH
seit 2011 Aufsichtsratsvorsitzende Kunsthalle Wien GmbH
seit 2016 Bundesministerin für Bildung und Frauen

Dr. Renée SCHROEDER

Professor, Department of Biochemistry and Molecular Cell Biology, Max F. Perutz Laboratories, University of Vienna

1972-1978 Mag.rer.nat, Biochemie, Universität Wien
1978-1981 Dr.rer.nat, Biochemie, Universität Wien
1972-1978 Post-doc, LMU, München
1982-1985 Post-doc/ EMBO Stipendium, CNRS, Gif/Yvette; Wadsworth Center
1987-1989 Post-doc/ Schrödinger Stipendium, New York
1993 Habilitation in Genetik, Universität Wien
1995-2004 Ao. Prof. Institut für Mikrobiologie und Genetik, Universität Wien
1989-2004 Gruppenleiterin am Institut für Mikrobiologie und Genetik, Universität Wien
 
 Synergistische Aktivitäten:
 1.Öffentliche Funktionen
seit 2006 Professur für RNA-Biochemie, Universität Wien
1998-2004 Österreichische Delegierte beim EMBO council
2001-2005 Mitglied der Bioethikkommission
2005-2010 Vizepräsidentin des Österreichischen Wissenschaftsfonds FWF
 
 2.Akademischen Funktionen
seit 2010 Mitglied des Rates für Forschung und Technologieentwicklung
1999-2002 Vorsitzenden der Studienkommission für Molekularbiologie
 
 3.Editorial
 Seit 2007 Editor in Chief of RNA Biology
 
 4.Nachwuchsförderung VIPS Programm
2004-2006 Vizedekanin der Fakultät für Lebenswissenschaften

Mag. Dr. Karlheinz TÖCHTERLE

President, Austrian Research Council; Professor emeritus, University of Innsbruck; Member of the Austrian Parliament, Vienna

1976 Promotion mit einer Dissertation in Klassischer Philologie
1978 Abschluss der Lehramtsprüfung aus Deutsch und Latein und Sponsion zum Mag.Phil.
1986 Habilitation für Klassische Philologie
1976-1997 Universitätsassistent am Institut für Klassische Philologie der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
1987-1988 Gastprofessur an der Universität Graz
1988 Gastprofessur an der Universität München
1987-1989 Vorsitzender der Gesamtösterreichischen Studienkommission Klassische Philologie
1997 Berufung auf ein Ordinariat für Klassische Philologie der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
1998-2004 Vorsitzender des Kollegiums der Geisteswissenschaftlichen Fakultät der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
2000-2007 Vorstand/Leiter des Institutes für Sprachen und Literaturen der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
2005-2007 Studienleiter der Philologisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
2007-2011 Rektor der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
2011-2013 Bundesminister für Wissenschaft und Forschung der Republik Österreich
seit 2013 Abgeordneter zum Nationalrat

Dr. Peter ZOLLER

Professor, Institut für Theoretische Physik, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck

1981 Habilitation at the University of Innsbruck
since 1994 Full Professor of Physics with tenure, Institute for Theoretical Physics, University of Innsbruck
1995-1999 Head of the Institute of Theoretical Physics
  Austrian Academy of Sciences, Innsbruck
2003 Present Scientific Director at the Institute for Quantum Optics and Quantum Information,
  Chair Professorship, The University of Science and Technology, Heifei, China
  Loeb Lecturer at the Harvard Uiversity, Boston
2004 Chair Professor Tsinghua University, Beijing, China

Dr. Rudolf BRETSCHNEIDER

Partner, GfK Austria GmbH, Vienna

 Studium der Psychologie, Germanistik und Leibesübungen in Wien
1965 Markt- und Meinungsforscher, FESSEL-Institut
1973-2007 Geschäftsführer, FESSEL-Institut
1986-1993 Herausgeber, "Wiener Journal"
1989 Begründer der GfK-Marktforschung, Zentral- und Osteuropa
seit 1970 Lehrbeauftragter, Institut für Publizistik und Kommunikationswissenschaft, Universität Wien

Phantasie in Kultur und Wirtschaft

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