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Social and Healthcare Systems – origins, ideas and reality

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Erwin-Schrödinger-Saal
Plenary / Panel
german language

Speakers

Unabhängiger Gesundheitsökonom, Wien Abstract Key Note
Es ist nicht klar, was die Väter des Gesundheitssystems mit der Einführung des ASVG erreichen wollten. Aber es schaut wenigstens danach aus, als ob dieses Werk bereits voller politischer Kompromisse steckt, die man sprichwörtlich  österreichisch nennen kann. Ob es nun die Folgen dieser Kompromisse sind, oder ob schlicht Machtspiele dazu geführt haben, jedenfalls haben die Zielvorgaben, die in so mancher Regierungsvorlage oder 15a B-VG-Vereinbarung enthalten sind, wenig mit der Realität zu tun. Mehr noch, die derzeitige Gesetzeslage ist nicht mehr geeignet ein Gesundheitssystem entstehen zu lassen, in dem das im Mittelpunkt steht, wofür es gedacht ist  die vernünftige, effiziente und effektive Versorgung der Bevölkerung mit Gesundheitsdienstleistungen.
Leiter, Abteilung für Sozialpolitik und Gesundheit, Wirtschaftskammer Österreich, Wien
Chief Executive Officer, Vinzenz Gruppe Krankenhausbeteiligungs- und Management GmbH, Vienna
Secretary General, Pharmig - Association of the Austrian Pharmaceutical Industry, Vienna
Selbständiger Wirtschaftswissenschafter; Vorstandsvorsitzender, Österreichische Plattform für Interdisziplinäre Alternsfragen, Wien Abstract
Steigender Aufwand für Gesundheitsleistungen ist nicht per se bedenklich. Er ist auch Ausdruck eines zunehmenden Gesundheitsbewusstseins. Die Bevölkerung reagiert auf Einschränkungen der Leistungen mit Recht sehr empfindlich. Dennoch weist das Gesundheitssystem in Österreich Ineffizienzen auf, an denen gesundheitspolitische Strategien ansetzen müssen. Drei Feststellungen seien herausgehoben: 1. Die höchst unbefriedigende Kompetenzlage für ein umfassendes gesundheitspolitisches Gesamtkonzept, das über Partikularinteressen hinausgeht. Zweitens die nur ansatzweise genutzten Potentiale, die vielfach zersplitterten Daten zum Wohl der medizinischen Qualität und der Gesundheitspolitik zusammenzuführen. Drittens das einseitige Selbstverständnis des Systems, das sich traditionell auf die Heilung konzentriert und demgegenüber Vorbeugung und Beratung vernachlässigt. Dies öffnet oft fragwürdigen Angeboten und Ideologien Tür und Tor und schöpft die Möglichkeiten der Medizin nicht aus.
Austrian Federal Minister of Labour, Social Affairs and Consumer Protection, Vienna Abstract
Zentrale Aufgabe des Staates ist es, Gesundheits- und Sozialleistungen bedarfsgerecht und unabhängig von Alter, Einkommen, Bildung und sozialem Status zur Verfügung zu stellen. Die Krisenstabilität des österreichischen Gesundheitswesens muss auch künftig sichergestellt werden. Ein klares Bekenntnis zum solidarischen, beitragsfinanzierten System gekoppelt mit dem effizienten Einsatz der Mittel gewährleisten dies. Parallel dazu geht es um eine Weiterentwicklung der Qualität der Gesundheitsleistungen. Die neuen Herausforderungen liegen in den sich stets ändernden demografischen Gegebenheiten und den damit immer komplexer werdende Krankheitsbildern (chronische bzw. Mehrfach-Erkrankungen). Die Antwort darauf sind eine verstärkte integrierte Versorgung, Diseasemanagement-Programme sowie eine nachhaltige Qualitätsoffensive für die Behandlung der häufigsten Krankheitsbilder. Schließlich ist für die Zukunft auch der Ausbau von politikfeldübergreifender Gesundheitsförderung und Prävention - im Sinne eines Public-Health-Ansatzes - zu forcieren.
Geschäftsführer, Ze.Wa. medicalsystems GmbH, Wien Chair

Dr. Ernest PICHLBAUER

Unabhängiger Gesundheitsökonom, Wien

1987-1997 Medizinstudium Wien
1995-1997 Dissertation, "Untersuchungen von Allelen von GABA-A- Rezeptor-Untereinheiten auf eine mögliche Assoziation mit der Pyknolepsie"
1997-2001 Univ.Ass. Klinische Pathologie AKH-Wien
2000 Controllingausbildung am ÖCI - Österreichischen Controlling Institut
2001-2003 Consultant, FOCUS Managementberatung
2003-2006 ÖBIG - Österreichisches Bundesinstitut für Gesundheitswesen
2006-2007 NÖGUS - Niederösterreichischer Gesundheits- und Sozialfonds
seit 2008 Selbständig als unabhängiger Experte für Gesundheitsökonomie und Gesundheitsversorgung

Dr. Martin GLEITSMANN

Leiter, Abteilung für Sozialpolitik und Gesundheit, Wirtschaftskammer Österreich, Wien

1982-1986 Sozialreferent im NÖ Bauernbund
1987-1993 Rechtsreferent in der Landesstelle NÖ der SVA der gewerblichen Wirtschaft
ab 1994 Abteilung für Sozialpolitik in der WKÖ mit den Schwerpunkten Sozialversicherung und Gesundheitspolitik
ab 1999 Leiter der Abteilung für Sozialpolitik und Gesundheit der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ)
2001-2005 Zusätzlich (Vize-) Präsident im Verwaltungsrat des Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger
2009-2010 Geschäftsführender Obmann der SVA der gewerblichen Wirtschaft

Dr. Michael HEINISCH

Chief Executive Officer, Vinzenz Gruppe Krankenhausbeteiligungs- und Management GmbH, Vienna

 Studium, Wirtschaftsuniversität Wien, Dissertation bei Prof. R. Eschenbach
 Leitender Berater, Malik Management Zentrum, St. Gallen
 Leitung, Beteiligungsmanagement/Beteiligungscontrolling, VATECH Transmission & Distribution
 Lektor, Studiengang Finanz-, Rechnungs- und Steuerwesen, Fachhochschule Wien
seit 2001 Vorsitzender Geschäftsleitung und Geschäftsführer, Vinzenz Gruppe Krankenhausbeteiligungs- und Management GmbH
seit 2005 Lektor, MBA-Studiengang Health Care Management, Wirtschaftsuniversität Wien
seit 2011 Lektor, MBA-Universitätslehrgang Health Care Management, Donau Universität Krems

Dr. Jan Oliver HUBER

Secretary General, Pharmig - Association of the Austrian Pharmaceutical Industry, Vienna

1983 Abschluss Dr. jur., Karl-Franzens-Universität Graz
1983-1984 Gerichtsjahr, Graz
1985 Franz-Haas Waffelmaschinen, Verkaufsabteilung, Wien
1986-1989 Sales Manager, Haas do Brasil, Curitiba, Brasilien
1990-1991 Projektmanager, Real Estate, BP Austria, Wien
1992-1994 Property & Development Manager, Austria & CEE, BP Austria AG, Wien
1995-1996 Mitglied der Geschäftsleitung, BP Poland, Krakow, Polen
1997-1999 Mitglied der Geschäftsleitung, Regional Manager LPG, BP Austria AG
2000-2003 Vorstand Vertrieb und Marketing, LAFARGE Zement, Oberursel, Deutschland
seit 2004 Generalsekretär, Pharmig-Verband der pharmazeutischen Industrie Österreichs, Wien

Dr. Helmut KRAMER

Selbständiger Wirtschaftswissenschafter; Vorstandsvorsitzender, Österreichische Plattform für Interdisziplinäre Alternsfragen, Wien

1958-1963 Studium der Rechtswissenschaft und Ökonomie, Universität Wien
1963 Doctor iuris, Universität Wien
1972 Leiter-Stellvertreter, Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung WIFO
1981-2005 Head, Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung WIFO
  Lehraufträge für Finanzwissenschaft und für Makroökonomische Politik, Wirtschafts Universität Wien und Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
1992 Professor für österreichische Wirtschaftspolitik, Universität Wien
2005-2007 Rektor, Donau-Universität Krems
2006-2007 Vizepräsident, Donau-Rektorenkonferenz
2007 freiberuflicher Konsulent für Wirtschaftspolitik und Autor

diplômé Alois STÖGER

Austrian Federal Minister of Labour, Social Affairs and Consumer Protection, Vienna

1975-1979 Lehre als Maschinenschlosser in der Voest Alpine AG; danach bis 1986 Facharbeiter
1982-1986 Vorsitzender der oberösterreichischen Gewerkschaftsjugend
1986-2008 Hauptamtlicher Sekretär der Gewerkschaft Metall Bergbau Energie
  Studienabschluss mit dem Diplômé des Hautes Etudes des Pratiques Sociales
1997-2000 Studium der sozialen Praxis an der Marc Bloch Universität in Strasbourg und Linz;
1997-2009 Gemeinderatsmitglied in Gallneukirchen
2003-2008 Stadtrat
2000 Wahl zum Kammerrat der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Oberösterreich
2005-2008 OÖGKK - Obmann der Oberösterreichischen Gebietskrankenkasse
2008-2014 Bundesminister für Gesundheit
seit 2014 Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie

Dr. Hubert DRESSLER

Geschäftsführer, Ze.Wa. medicalsystems GmbH, Wien

1976-1985 Medizinstudium, Universität Wien, Abschluss mit Doktorat; außerdem Studien in Geschichte und Ethnologie
1990-1991 Postgraduate Economics, European Business School, Eltville, Deutschland
1985-1986 Internship, Medical University of Otago, Dunedin, New Zealand
1986-1987 Internship, Children's Hospital Oakland, California, USA
1987-1990 Pharma-Produktmanager, Hoechst Austria AG
1990-1991 Produktmanager Herz-Kreislauf, Pharma Sales International, Hoechst AG, Frankfurt
1991-1992 Leiter Pharma, Nigerian Hoechst PLC
  Nigerian Hoechst PLC
1992-1993 Stv. Geschäftsführer, Leiter Pharma, verantwortlich für Pharma-, Landwirtschafts- und Veterinärprodukte,
1993-1994 Corporate Center, Projektarbeit Afrika, Hoechst AG, Frankfurt
1994-1995 Assistent von Dr. Seifert, Vorstandsmitglied der Hoechst AG, Frankfurt
  Hongkong und Taiwan, Hoechst Marion Roussel
1995-1998 Managing Director, verantwortlich für Pharma-, Diagnostika- und Veterinärprodukte in der Volksrepublik China,
1998-2000 Geschäftsführer, Österreich/Central Europe, Hoechst Marion Roussel
2000-2001 Geschäftsführer, Aventis Pharma GmbH
2001-2004 Head of Area, Austria & Switzerland, Aventis Pharma GmbH
2004-2008 General Manager, sanofi-aventis Österreich, Wien
2004-2010 Präsident, Verband der pharmazeutischen Industrie Österreichs, Wien
seit 2010 Geschäftsführer, Ze.Wa. medicalsystems GmbH, Wien

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