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07: Radical Innovations: More Courage to Take Risks

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Hauptschule
Breakout / Working Group
german language

For quite some time people in Austria have been discussing to take more risks with the promotion of applied research. Steve Jobs has already stated that those who want to bring the new into the world have to stay “hungry and daring”. Promotional programmes – geared to reliability and under the pressure of scarce resources – tend to foster projects that promise to be successful. How do national and international stakeholders deal with the area of friction between security and daring creative destruction? Which models for a fair trade-off between risks and rewards exist in the risky cooperation of science and economy?

Speakers

Associate Professor, Department of Electrical and Computer Engineering, Carnegie Mellon University, Pittsburgh, PA Abstract
Das Management von Risiko in der Forschung ist für mich seit über zwölf Jahren eine meiner wichtigsten Aufgaben. Als Professor an der Carnegie Mellon University in Pittsburgh, einer Top US Privatuniversität mit "up-or-out" Laufbahn, muss ich seit 2004 meine Arbeitsgruppe (momentan sieben Doktoranden, ein Junior Professor, eine unterschiedliche Anzahl von Undergraduate und Master Studenten, und ein bis zwei PostDocs) und mich selbst vollständig durch Drittmittel finanzieren. Seit 2009 bin ich darüber hinaus leitender technischer Direktor unseres Start-Up Unternehmens Spiralen, Inc., das mittlerweile drei Techniker und eine nicht-technische Angestellte beschäftigt und zehn Jahre Forschung kommerzialisiert.
Die eine nicht-technische Frage, die mich wach hält, ist, wie ich die Arbeitsgruppe finanzieren kann. Unser Geschäft ist Innovation und Forschung, die Drittmittel-Geldgeber finanzieren wollen. Gleichzeitig müssen meine Studenten und Studentinnen und Mitarbeitenden eine stabile Arbeitsumgebung haben, wo sich Ziele nicht permanent ändern und die es ihnen ermöglicht, zu promovieren und sich wissenschaftlich zu entwickeln. Das genaue Verständnis unserer "Kunden", unseres technologischen Wettbewerbsvorteils und der Forschungs-Förderlandschaft ist der notwendige Unterbau, um beweglich zu sein und kompetitiv für Forschungsförderungen zu bleiben. Unsere Herausforderung ist es, nachhaltige und langfristige Grundlagen-Forschung mit "Impact" in einer Förder-Landschaft, die von kurzfristigen und sich permanent ändernden Zielen bestimmt ist, zu betreiben.
Assistant Professor and Head of Chemical Screening and Placebo, Christian Doppler Laboratory for Chemical Epigenetics and Antiinfectives, CeMM - Research Center for Molecular Medicine of the Austrian Academy of Sciences, Vienna Abstract
Wir leben im goldenen Zeitalter der biomedizinischen Forschung. Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit kennen wir nicht nur unser komplettes Erbgut, sondern haben auch die Möglichkeit, systematisch jedes einzelne der menschlichen Gene zu studieren. Dies wurde durch technologische Durchbrüche in den letzten 15 Jahren ermöglicht, wie dem exponentiellen Wachstum der DNA-Sequenzierungskapazität, den Entdeckungen der Epigenetik und Zellreprogrammierung, sowie von Technologien zur Aktivierung, Repression und Editierung einzelner Gene im Kontext komplexer lebender Zellen.
Leider schlagen sich all diese Fortschritte bis jetzt nicht in einer Produktionssteigerung der Pharmaindustrie nieder. Im Gegenteil, die Produktivität gemessen an der Anzahl neuartiger zugelassener Medikamente pro Forschungseuro wird immer geringer. Die Ursachen für diese Entwicklung, in Anlehnung an eine Inversion des Mooreschen Gesetzes der Halbleiterindustrie auch "Eroom's Law" genannt, sind nicht vollkommen klar. Eine Vielzahl möglicher Gründe wurde vorgeschlagen, insbesondere das Erschöpfen von "einfachen" Targets, die höheren regulatorischen Hürden bei der Zulassung neuer Wirkstoffe, und der Fokus auf wenig innovative "me-too" Produkte. Diese Entwicklungen haben dazu geführt, dass innerhalb der Industrie vielfach eine Konzentration auf die eigenen Stärken erfolgt - Validierung im großen Maßstab, Optimierung von chemischen Strukturen, und klinische Entwicklung. Gerade die hoch-riskanten frühen Schritte in der Medikamentenentwicklung, wie die Identifikation neuer molekularer Targets im Kontext spezifischer Erkrankungen, und die Entdeckung neuer Wirkmechanismen finden nun vornehmlich im akademischen Bereich statt.
Radikale Innovationen in der Biomedizin zu ermöglichen muss also bedeuten, akademische Forschung mit dem Potenzial für echte Durchbrüche großzügig zu fördern, und die bestmögliche Kooperation zwischen Industrie und Wissenschaft sicherzustellen. Um gerade den innovativsten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern möglichst viel Forschungsfreiraum zu geben, wäre es wünschenswert, vermehrt Personen statt Projekte zu fördern. Vergangene Erfolge sind auch in der Wissenschaft oft prädiktiv für weitere Durchbrüche. Eine solche Strategie minimiert den Zeitbedarf für Antragstellung und -evaluation, und ermöglicht es Forschenden, flexibler und rascher neueste Technologien einzubinden. Zur Stärkung der Interaktion zwischen akademischer und industrieller Forschung stehen eine Reihe exzellenter Förderinstrumente zur Verfügung, wie das Kompetenzzentrenprogramm und die Christian Doppler Forschungsgesellschaft. Mittel- und langfristig werden diese Programme dann Erfolg haben, wenn es gelingt den Standort Österreich für Start-Ups und Industrie möglichst attraktiv zu gestalten, da momentan eine Konzentration der industriellen Forschung auf wenige internationale Zentren erfolgt.
Im biomedizinischen Bereich findet sich nun am CeMM, IMBA, IST Austria, IMP und anderen Instituten eine kritische Masse hochkarätiger akademischer Forscherinnen und Forscher in Österreich. Die Strategie der nächsten Jahre wird entscheidend sein, ob unsere radikalen Innovationen umgesetzt werden können, und letztlich den Patientinnen und Patientinnen zugutekommen.
Director Research and Innovation, Ars Electronica Futurelab, Linz Abstract
Unser Bild von Innovationen hat in der letzten Dekade einen merklichen Paradigmenwechsel vollzogen. Waren es vor wenigen Jahren noch die großen multinationalen Technologiekonzerne, die man primär mit radikaler Innovation verknüpfte, so identifiziert man heute eher die agilen, schlagfertigen Start-ups oder jene Projekte, die aus einer Tüftlergarage heraus ihren Weg in die Welt gefunden haben, als Innovationsträger unserer Zeit.
Die technologischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Einflussfaktoren, die zu diesen Veränderungen geführt haben, zwingen heute auch größere Unternehmen, anders über ihre internen Innovationsstrategien und -prozesse nachzudenken. Oberste Prämisse ist es nicht mehr nur Innovationskulturen flächendeckend im Unternehmen einzuführen, sondern vielmehr dynamische interdisziplinäre Keimzellen zu schaffen, die unabhängig von hierarchischer Einbettung und Tagesgeschäft zu Trägern radikaler Erneuerung werden können.
Das Ars Electronica Futurelab agiert seit seiner Gründung Ende der 90er Jahre als kleine, agile Einheit und arbeitet gemeinsam mit internationalen Unternehmen an Produkt- und Dienstleistungsvisionen für die Gesellschaft von morgen. Am Ars Electronica Futurelab sind aktuell rund 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den unterschiedlichsten Disziplinen wie Architektur, Biologie, Chemie, Grafik, Hochbau, Informatik, Kunst, Mediendesign, Medientechnik, Musik, Physik, Soziologie, Telematik, Vermessungstechnik etc. beschäftigt. Transdisziplinäres Arbeiten ist dabei nicht nur eine "angestrebte Methode", sondern seit nunmehr 20 Jahren täglich ge- und erlebte Realität, die weit über die Zusammenschau einiger künstlerischer Disziplinen hinausgeht. Damit konnte sich das Ars Electronica Futurelab über die Jahre hinweg als partnerschaftlicher Katalysator etablieren, der Unternehmen nach einem ersten Anstoß künstlerischer, technologischer oder sozialer Irritationen bei der Entstehung eigener kreativer Keimzellen unterstützt.
Mein Impulsstatement wird zeigen, wie dieses Zusammenwirken konkret ausschaut, welche radikalen Innovationen auf diese Weise möglich wurden und welche Rahmenbedingungen sich hier begünstigend auswirken.
Professor and Head, Institute of Interactive Systems and Data Science, Graz University of Technology; Chief Executive Officer, Know-Center GmbH, Graz Abstract
Innovationen lassen sich nicht auf Knopfdruck produzieren. Für Innovationen braucht es Know-how, Kreativität, Unternehmergeist, ein interdisziplinäres Team und Zeit - und all dies kostet Geld. Vor allem für kleine Unternehmen und junge Forscher ist Forschungsförderung unerlässlich, um Innovationen zu ermöglichen. Ansuchen um eine Forschungsförderung sind hierzulande allerdings häufig mit einem hohen bürokratischen Aufwand verbunden. Dabei ist oftmals nicht das Unternehmen mit dem besseren Projekt sondern das Unternehmen, welches sich am besten durch den bürokratischen Dschungel gekämpft hat im Vorteil. Dass dies keineswegs einer innovationsförderlichen Kultur entspricht, steht außer Frage. Es braucht unbedingt einen niederschwelligen Zugang zu Unterstützungen, der aber auch Auslese zulässt. Der Grund für die Auslese muss aber die Qualität der Innovation sein und nicht die Bürokratie. Um die Qualität von Innovation bewerten zu können, sollten neben wissenschaftlichen Maßzahlen und der technologischen Neuheit auch Aspekte aus dem Bereich Design Thinking und Innovation Readiness heran gezogen werden.
Mit einer Idee bzw. einer Innovation zu scheitern, muss ausdrücklich erlaubt sein. Wir sollten das Scheitern sogar noch viel mehr fördern und daraus Lernen. Immerhin gibt es mittlerweile unzählige Beispiele dafür, dass ein Schritt rückwärts auf lange Sicht einen riesigen Sprung vorwärts bedeutet. Forschungsprojekte, bei denen am Ende kein erfolgreiches Umsetzungsmodell steht, haben genauso ihre Berechtigung wie Projekte, bei denen am Ende große Innovationen stehen. Die letzteren wären ohne die Erfahrungen aus den ersteren nicht möglich.
Vorbildcharakter in Sachen Forschungsförderung hat hier meiner Erfahrung nach das Modell NSF in den USA. Dieses Programm ist für Grundlagenforschung konzipiert, der Erfolg wird über Publikationen und wissenschaftlichen Impact gemessen. Es ist so gestaltet, dass junge ForscherInnen zu Beginn den Zugriff auf kleinere Förderungen haben, sich aber laufend Reputation im Netzwerk aufbauen können und dadurch sukzessive Zugang zu größeren Budgets bekommen, auch für risikoreiche Projekte. Natürlich sind risikoreiche Projekte für den Fördergeber immer eine Gradwanderung, gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten. Wenn Förderung aber zu stark zurückgefahren wird, besteht die Gefahr, dass der Forschungsstandort Österreich nur mehr im "guten Mittelfeld" mitspielt.
Auch das System der COMET-Zentren, wie das Know-Center eines ist, hat sich in der Praxis als sehr innovationsförderlich erwiesen. COMET-Zentren sind gewissermaßen eine Brücke zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Zum Beispiel arbeiten wir am Know-Center daran, mit Unternehmen unterschiedlicher Branchen aus deren riesigen Datenmengen einen wirtschaftlichen Benefit zu generieren. Es ist hier unerlässlich, dass Unternehmen und ForscherInnen an einem Tisch sitzen - Erfolg bringen hier nämlich nur jene Modelle, die neueste technische Entwicklungen mit spezifischen Unternehmensanforderungen zusammen bringen. In Bezug auf das Risiko sind die Modelle angepasst an die Bedürfnisse der Unternehmensstruktur- sei es ein Startup oder ein internationaler Konzern.
Wir müssen uns keine Sorgen darüber machen, dass wir zu wenig Innovationskraft im Lande haben. Bildlich gesprochen: Die Sprungkraft reicht aus. Aber wir müssen die Basis dafür schaffen, dass qualitativ hochwertige Innovationen nicht an der Hürde der Bürokratie straucheln.
Principal Mechanical Engineer, Argonne National Laboratory; Adjunct Assistant Professor, Department of Mechanical Engineering, Michigan Technological University; Vice-President, ASciNA - Austrian Scientists and Scholars in North America, Argonne, IL Abstract
Im Februar dieses Jahres hat der U.S. Energieminister Ernest Moniz den Budgetvorschlag für das Finanzjahr 2017 für das U.S. Department of Energy (DOE) vorgestellt. Das Budget von $32.5 Milliarden inkludiert beinahe $3 Milliarden für Forschung und Entwicklung (F&E) im Bereich Energieeffizienz und erneuerbare Energien und weitere $1.3 Milliarden für F&E im Bereich umweltverträglicher Güter- und Personenbeförderung.
Das U.S. Department of Energy betreibt mit seinem sogenannten "National Laboratory System" 17 National Laboratories mit über 100,000 Beschäftigen. Es ist damit eines der größten wissenschaftlichen Großforschungssysteme der Welt. Die jährlichen Kosten für den Betrieb der National Laboratories, deren Gründung im Jahre 1946 mit dem Argonne National Laboratory begann, werden mit etwa $10 Milliarden jährlich beziffert.
Es stellt sich die Frage, wie in einem derart umfangreichen Großforschungssystem, das seit Jahrzehnten besteht, eine vernünftige Balance zwischen Kontinuität und Risiko erreicht werden kann. Eine mögliche Antwort zu dieser Frage ist die Advanced Research Projects Agency-Energy (ARPA-E), die vom U.S. Department of Energy im Jahr 2009 gegründet wurde. ARPA-E ist der legendären DARPA (Defense Advanced Research Projects Agency) nachempfunden. DARPA ist bekannt als Initiatorin zahlreicher Projekte, die zu radikalen Innovationen geführt haben (wie GPS, Stealth oder Internet). Der Erfolg von ARPA-E basiert nicht zuletzt darauf, dass Experten aus Forschung und Industrie als Projektdirektoren berufen und nur für befristete Zeit (üblicherweise drei Jahre) bei ARPA-E bleiben. Der Erfolg von ARPA-E zeigt sich auch in den steigenden Budgets, die für 2017 bereits mit $500 Millionen erwartet werden. ARPA-E hat bereits mehr als 400 transformative Energieprojekte finanziert.
Auf einzelner Projektebene zeigt sich ein interessanter Umgang mit dem Risiko, vor allem im Hinblick auf den ungewissen Forschungsausgang. Sowohl DOE als auch ARPA-E setzen bereits in der Projektdefinition vermehrt auf die Identifizierung von messbaren (SMART - Specific, Measureable, Attainable, Relevant and Time-based) Meilensteinen und Go/No-Go Entscheidungspunkten sowie einem aktiven Projektmanagement. Vor allem ARPA-E zeigt Bereitschaft, risikoreiche Projekte, die nicht die erwarteten Ergebnisse liefern, vorzeitig abzubrechen - die Quote der vorzeitig beendeten Projekte bei ARPA-E liegt derzeit bei etwa 10%.
Was bedeutet das für Forscher und Forscherinnen? Es verbleibt die grundlegende Herausforderung "es hat nicht so funktioniert wie ursprünglich angenommen" als akzeptables Forschungsergebnis und nicht als Misserfolg darzustellen. Nur dadurch kann erreicht werden, dass Gelder aus der Forschungsförderung bestmöglich eingesetzt und bei Bedarf umgeschichtet werden. Ein negativer Projektausgang, vor allem bei großen und prestigeträchtigen Projekten, darf nicht das de-facto Karriereende bedeutet.
Senior Consultant and Authorized Representative, Technopolis Austria; Chairwoman, Austrian Platform for Research and Technology Policy Evaluation, Vienna Abstract
Wie kann man den Risikogedanken im wissenschafts- und wirtschaftspolitischen Instrumentarium besser verankern? Welche Mechanismen in Wissenschaft und Wirtschaft schränken die Bereitschaft zu Risiko und radikaler Innovation ein und welche fördern sie?
Diesen Fragen widmete sich seit Herbst 2015 eine Studie anhand von konkreten Erfahrungen im Ausland und in Österreich. Mehrere Konzepte kommen hier zur Sprache, wie "radikale Innovationen", "transformative Research", die Rolle von Interdisziplinarität und Experimentierräume, Risiko und Innovationen im öffentlichen Sektor. Der eigentliche Mehrwert dieser Arbeit liegt in der Präsentation von vier Fallbeispielen, die die unterschiedlichen Dimensionen eines Lernraums ausleuchten, der sich in zwei Workshops materialisiert hat.
In Großbritannien setzte eine Förderagentur für ein neues Programm, das transformativer Forschung gewidmet ist, das Auswahlsystem neu auf. Mit einem "Pitch-to-Peers" Workshop, bei dem Antragsteller/innen einander ihre Projekte gegenseitig vorstellen und kommentieren, ist es nach und nach gelungen, eine kompetitiv-bewertende Kommunikationskultur durch einen konstruktiv-kritischen Zugang zu ersetzen, und so neue Zielgruppen mit Projekten zu erreichen, die neue Wege in der Forschung gehen. Das zweite Fallbeispiel setzt an einer mehrfach ausgezeichneten Innovation an und fragt: Wie habt ihr das geschafft? Konkret geht es um eine neuartige und effiziente Kläranlage in den Niederlanden, die nur dank einer innovativen Kooperation unterschiedlicher Stakeholder - teils öffentlich, teils privat, teils Förderer, teils Versorgungsunternehmen - realisiert werden konnte. Drittens lernten wir vom Research Council of Norway, wie er - in Anlehnung an die britische Sandpit-Methode - Idea Labs installierte. Hier wird fünf Tage präsentiert, weiterentwickelt, gecoached, um dann Projekte zu fördern, die eigentlich erst während diesem Auswahlworkshop ihre Form angenommen hatten. Das vierte Beispiel schildert kritische, förderliche und wichtige Aspekte von Ökosystemen, in denen Innovationen entstehen und sich entfalten können.
Durch den Erfahrungsaustausch zieht sich ein roter Faden: In Förderprogrammen steigt die Chance radikal neuer Forschungs- oder Innovationsprojekte, wenn in einem zweistufigen Verfahren zuerst die Attraktivität und Neuigkeit der Idee bewertet wird und dann erst Qualitätskriterien zum Tragen kommen. Direkte Kommunikation macht es leichter, ausreichend Vertrauen zu entwickeln, um auch in der Förderung mehr Risiko einzugehen. Solche Settings ziehen auch neue, weniger etablierte Zielgruppen an. Über die Förderung hinaus liegt ein großer Hebel zu Erneuerung in der Innovationsbereitschaft der öffentlichen Hand selbst. Ebenso wie im Industrie- und Dienstleistungssektor kommt es hier auf kommunikative Öffnung, neue Partnerschaften, Rollendiversität und die Bereitschaft an, Experimentierräume zu gestalten.
Deputy Head, Department Research, Technology and Innovation Strategy and International Research and Technology Cooperations, Austrian Federal Ministry of Science, Research and Economy, Vienna Chair
Head, Human Potential Programme, w-fFORTE and Laura Bassi Centres of Expertise, FFG - Austrian Research Promotion Agency, Vienna Coordination

Dipl.-Ing. Dr. techn. Franz FRANCHETTI

Associate Professor, Department of Electrical and Computer Engineering, Carnegie Mellon University, Pittsburgh, PA

2005-2008 Systems Scientist, ECE Dept. Carnegie Mellon University
2008-2012 Assisant Research Professor, ECE Dept. Carnegie Mellon University
 Since 2015 Faculty Director of IT Services, ECE Dept. Carnegie Mellon University
2012-2016 Associate Research Professor, ECE Dept. Carnegie Mellon University
 Since 2011 CTO, SpiralGen, Inc.
2016 Associate Professor, ECE Dept. Carnegie Mellon University

Dr. Stefan KUBICEK

Assistant Professor and Head of Chemical Screening and Placebo, Christian Doppler Laboratory for Chemical Epigenetics and Antiinfectives, CeMM - Research Center for Molecular Medicine of the Austrian Academy of Sciences, Vienna

1996-2002 Studies of Computer Science and Technical Chemistry, Vienna University of Technology, Austria and ETH Zürich, Switzerland
2002-2006 Ph.D. Research Institute of Molecular Pathology (IMP), Vienna, Austria
 CeMM - Research Center for Molecular Medicine of the Austrian Academy of Sciences, Vienna, Austria
2007-2010 Research Scholar, Broad Institute of Harvard and MIT, Cambridge, MA, USA
since 2010 Head, Chemical Screening and Platform Austria in Chemical Biology
since 2013 Head, Christian Doppler Laboratory for Chemical Epigenetics and Antiinfectives

DI MAS Christopher LINDINGER

Director Research and Innovation, Ars Electronica Futurelab, Linz

 Christopher Lindinger studierte Informatik an der Johannes Kepler Universität Linz und Kulturmanagement in Salzburg. Er arbeitete als Wissenschaftler im Bereich Virtual Reality und Supercomputervisualisierung in Chicago und freiberuflich für die Computerspiele-Industrie. Aufgrund seiner Aktivitäten im Bereich der neuen Technologien, digitalen Kultur und Kunst ist er seit 1997 in die Ars Electronica involviert. Er leitet den Bereich Forschung und Innovation im Ars Electronica Futurelab und ist neben Beratungstätigkeiten für die Industrie und Regierungseinrichtungen auch als Lehrbeauftragter an verschiedensten Universitäten in Deutschland und England und als Gastprofessor an der Universität für Kunst und industrielle Gestaltung in Linz tätig.

Dr. Stefanie LINDSTAEDT

Professor and Head, Institute of Interactive Systems and Data Science, Graz University of Technology; Chief Executive Officer, Know-Center GmbH, Graz

1998-2000 Research Project Manager, DaimlerChrysler Research & Technology, Ulm, Germany
2001-2011 Division Manager, Know-Center, Graz, Austria
since 2011 Managing & Scientific Director, Know-Center GmbH, Graz, Austria's Research Center for Data-driven Business and Big Data Analytics
since 2011 Head of the Knowledge Technologies Institute (KTI) at Graz University of Technology, Austria

Dipl.-Ing. Dr. techn. Thomas WALLNER

Principal Mechanical Engineer, Argonne National Laboratory; Adjunct Assistant Professor, Department of Mechanical Engineering, Michigan Technological University; Vice-President, ASciNA - Austrian Scientists and Scholars in North America, Argonne, IL

1995-2001 Mechanical Engineering, Economics, University of Technology, Graz
1998,1999 Internship, AVL List GmbH Department for Flow and Port Development
2000-2001 Tutor for Thermodynamics, the Institute of Internal Combustion Engines and Thermodynamics, University of Technology, Graz
2001-2002 Technician in private motorcycle racing team
2001-2004 Doctoral Studies of Technical Science, University of Technology, Graz
2001-2004 Scientific assistant at the Institute of Internal Combustion Engines and Thermodynamics at Graz University of Technology Department: Engine Research/Combustion Process
2004-2005 Authorized contact person / Team leader of Graz University of Technology for European Integrated Project HyICE
2005-2006 Postdoctoral appointee at Argonne National Laboratory / Center for Transportation Research
since 2006 Session organizer for Society of Automotive Engineers (SAE) at national and international conferences
2006-2013 Principal Investigator at Argonne National Laboratory / Center for Transportation Research
since 2007 Consultant for test cell design and layout for internal combustion engine research
since 2009 Adjunct assistant professor in the Mechanical Engineering - Engineering Mechanics Department at Michigan Technological University
2010-2012 Chair of the Society of Automotive Engineers (SAE) Advanced Power Source Committee
 Since 2016 Chair of the Society of Automotive Engineers (SAE) Powertrains, Fuels and Lubricants Activity
since 2012 Associate Editor of the SAE International Journal of EnginessSince 2014 Manager, Fuels, Engine and Aftertreatment Research at Argonne National Laboratory, Center for Transportation Research

Mag. Katharina WARTA

Senior Consultant and Authorized Representative, Technopolis Austria; Chairwoman, Austrian Platform for Research and Technology Policy Evaluation, Vienna

1995-1996 Robert Bosch Postgraduate Program in International Affairs
1994 Magister Economics, University of Vienna
1994-1995 Trainee, European Commission, DG 13, Brussels
1996 Assistant to the General Director, Trainee, RadioMobil, Czech Republic, Prague
1996-1999 Austrian Research Centers Seibersdorf, 2444 Seibersdorf, Conducting studies in the domain of research and ICT policy, Business or sector Research
1999-2005 Consultant, Senior Consultant, Technopolis Group France, 55 rue des petites écuries, 75010 PARIS, Conducting evaluation projects and strategic studies in the domain of R&D policy and ICT policy, project management Business or sector Research and Consultancy
since 2005 Senior consultant, Technopolis, Evaluation and strategic studies in the domain of R&D policy and governance of research organizations, group dynamics, project management, moderation
since 2012 Chairman, executive board of FtEval, Austrian Platform Research & Technology Policy Evaluation, Strategic orientation and lead of the Platform, Communication

Mag. Sabine POHORYLES-DREXEL

Deputy Head, Department Research, Technology and Innovation Strategy and International Research and Technology Cooperations, Austrian Federal Ministry of Science, Research and Economy, Vienna

1987-1994 Geschäftsführerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin, Interdisziplinäres Forschungszentrum Sozialwissenschaften (www.iccr-international.com)
1988-1994 Redaktion der Zeitschrift "Innovation"
bis 1994 Gründungs- und Vorstandsmitglied, Forum Sozialforschung (FSF)
seit 1994 Mitarbeiterin, Bereich Forschung und Technologie, Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend
1996-2002 Verantwortlich für den Bereich IKT/Informationsgesellschaft, in diesem Rahmen Vertretung Österreichs in div. Gremien, so bei UN/CEFACT, PROMISE, in der EU-Ratsgruppe Informationsgesellschaft, etc., Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend
 seit Mai 2015 stellvertretende Leiterin der Abteilung FTI-Strategie und Internationale Forschungs- und Technologiekooperationen
seit 2003 Stellvertretende Abteilungsleiterin, zuständig für allgemeine forschungs- und technologiepolitische Fragestellungen unter besonderer Berücksichtigung von "Frauen in Forschung und Technologie"; Entwicklung und Monitoring des Programms w-fFORTE (www.w-fFORTE.at), Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend

Mag. Charlotte ALBER

Head, Human Potential Programme, w-fFORTE and Laura Bassi Centres of Expertise, FFG - Austrian Research Promotion Agency, Vienna

 Master`s Degree in Business Administration, Vienna University of Economics & Business, WU-Wien
2001-2002 University of Vienna, Dept. of Marketing, EU Project Management
since 2001 External Lecturer, University of Vienna, WU-Executive Academy
2002-2003 Post AG, New Technologies, Project Management
since 2004 Austrian Research Promotion Agency (FFG), Structural Programmes, Programme leader w-fFORTE & Laura Bassi Centres of Expertise, Groupleader Humanpotential Programmes

Technology Symposium

show timetable

25.08.2016

13:00 - 13:10OpeningPlenary
13:10 - 14:15RTI TalkPlenary
14:30 - 14:50From Austria to Silicon Valley - Cyber Security as a Global FactorPlenary
14:50 - 16:10Cybernetics in Advanced Energy and Production SystemsPlenary
16:30 - 17:45Complexity and the New EnlightenmentPlenary
20:00 - 20:15Best of Art and ScienceCulture
20:15 - 21:15Tickets to Berlin: Falling Walls Lab Austria and Alpbach Summer School on EntrepreneurshipPlenary
21:30 - 23:00Career LoungeSocial
21:30 - 23:30Evening ReceptionSocial

26.08.2016

09:00 - 10:30Digital MedicinePlenary
09:00 - 18:00Junior Alpbach - Science and Technology for Young PeopleBreakout
09:00 - 15:00Ö1 Children's University Alpbach - Science and Technology for KidsBreakout
10:30 - 12:30Cross-sektorale Kooperationen von ClusternPartner
11:00 - 12:30Personalized Cancer MedicinePlenary
12:30 - 13:00Lunch Snacks for the Participants of the Breakout SessionsSocial
13:00 - 18:00Breakout Session 01: Innovation by Making: Paradigm Shifts and New Innovation CulturesBreakout
13:00 - 18:00Breakout Session 02: Silicon Austria: A Game Changer for Austria as a High-Tech Location?Breakout
13:00 - 18:00Breakout Session 03: Creating the Future: How to Reinvent Innovation ProcessesBreakout
13:00 - 18:00Breakout Session 04: The Cycle of Innovation and its EcologyBreakout
13:00 - 18:00Breakout Session 05: Heavy Impact of Lightweight DesignBreakout
13:00 - 18:00Breakout Session 06: Looking Into the Unknown and Shifting HorizonsBreakout
13:00 - 18:00Breakout Session 07: Radical Innovations: More Courage to Take RisksBreakout
13:00 - 18:00Breakout Session 08: The Acceptance of Technologies by Pupils with Migration History - a Plea for Transcultural Competence as new EnlightenmentBreakout
13:00 - 18:00Breakout Session 09: Cyber Security: A Fundamental RightBreakout
13:00 - 18:00Breakout Session 10: Open Access & Open Innovation - Tools for a New Enlightenment?Breakout
13:00 - 18:00Breakout Session 11: Realities and Futures of RoboticsBreakout
13:00 - 18:00Breakout Session 12: Energiewende - Empowering ConsumersBreakout
13:00 - 18:00Breakout Session 13: Security of Supply as a Locational FactorBreakout
19:00 - 20:30Innovation Marathon: Ideas Made to Order - 24 Hours NonstopPlenary

27.08.2016

09:00 - 10:30Art Meets Science and Technology - Towards a New EnlightenmentPlenary
10:45 - 11:45Open Innovation: New Enlightenment? Participation - Democratisation - New SolutionsPlenary
12:15 - 13:30ETH Zurich, this Year's Special Guest at the Technology SymposiumPlenary
13:30 - 14:00Snack ReceptionSocial