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Session 1

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Liechtenstein-Hayek-Saal
Plenary / Panel
german language

Speakers

Professor, Institut für Elektronische Musik und Akustik, Universität für Musik und darstellende Kunst Graz Abstract
Mit einer besonderen, beinahe kugelförmigen Anordnung von Lautsprechern und einem besonderen Ansteuerungsverfahren ist es möglich, Schall in frei einstellbare Richtungen und Fokalabstände zu projezieren. Ursprünglich sind solche Lautsprecheranordnungen für die realistische Reproduktion von Schallquellen samt passender Abstrahlungswirkung ersonnen worden. In akademischen Kreisen wird der Großteil der Forschung über diesen Wiedergabeansatz im Bereich der Computermusik vorangetrieben.
Die Klanginstallation Ikosaederlautsprecher verbindet künstlerische Arbeiten mit wissenschaftlichen Forschungsergebnissen die am Institut für Elektronische Musik und Akustik (IEM) der Kunstuniversität Graz entstanden sind. So ist das Entstehen sowohl der Theorie und Technik, als auch der künstlerisch ästhetische Verwendung des Ikosaederlautsprechers der akademischen Vielfalt zu
verdanken. Vorgeführte Stücke sollen das Potential der Verknüpfung von Kunst mit Forschung im akademischen Umfeld zeigen. Der innewohnende gegenseitige Nutzen in dieser Verknüpfung wird dabei deutlich.
Professor, Institut für Mathematik und Wissenschaftliches Rechnen, Karl-Franzens-Universität Graz Abstract
Die Bedeutung mathematischer Techniken und die Möglichkeiten komplexer numerischer Verfahren zur Lösung von Problemstellungen in den Biowissenschaften ist stark wachsend. Die Methoden der Mathematischen Bildverarbeitung, beispielsweise, werden ständig verfeinert um immer komplexere Aufgaben im Bereich bildgebender Verfahren in der Medizin zu lösen. Diese wiederum beeinflussen Diagnose und Behandlungsabläufe. - Auch Verfahren der Mathematischen Optimierung, die bereits in Ingenieur- und Wirtschaftwissenschaftlichen Bereiche Einzug gehalten haben, werden zunehmend in den Biowissenschaften und der Medizintechnik verwendet. Als Beispiele werden die quantitative Beschreibung von Hefe- und Fettzellen, sowie optimierungtheoretische Fragen bei der elektrokradiographischen Modellierung des Herzens erläutert.
Assistenzprofessor, Institut für Physiologie, Medizinische Universität Graz Abstract
Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems stellen die häufigste Todesursache in der industrialisierten Welt dar. Circa 30% aller Todesfälle lassen sich auf eine kardiovaskuläre Ursache zurückführen. Im Laufe der letzten Jahrzehnte wurden zahlreiche neue Therapieformen entwickelt oder existierende Therapien verfeinert, welche die Lebenserwartung gesteigert und die Lebensqualität von Herz-Kreislauf Patienten entscheidend verbessert haben. Trotz nachweislicher Erfolge kann keine der zur Zeit klinisch verfügbaren Therapien als optimal angesehen werden. Die meisten Therapien wirken palliativ, kaum eine Therapieform kann bei längerem Beobachtungszeitraum als kurativ oder nebenwirkungsfrei bezeichnet werden.Derzeitige Therapien vertrauen in hohem Maße auf implantierbare Geräte wie Schrittmacher und Defibrillatoren, oder auf Therapien, bei denen Herzgewebe chirurgisch, meist minimalinvasiv mittels Kathetertechniken, modifiziert wird. In den meisten Szenarien spielen auch pharmakologische Ansätze zumindest eine unterstützende Rolle. Praktisch jede dieser Therapieformen weist gravierende Nebenwirkungen auf oder erreicht nicht die erwünschte Effizienz. Zum Beispiel verlängern implantierbare Defibrillatoren das Leben von Patienten mit sehr hoher Zuverlässigkeit, die anderenfalls dem plötzlichen Herztod erliegen würden. Allerdings traumatisiert diese lebensrettende Therapie, in diesem Fall die automatische Gabe von Elektroschocks, die Patienten, was oft mit einer dramatischen Verschlechterung der Lebensqualität einhergeht. Die vermutlich meistversprechende Möglichkeit zur Entwicklung von neuen und besseren Therapien beruht auf einem verbesserten mechanistischen Verständnis der Krankheitsursachen. Computersimulationen, welche die elektrophysiologischen Vorgänge im gesamten Herzen mit subzellulärer Auflösung nachbilden können, sind aufgrund der rasanten Entwicklung von Supercomputern über die letzten Jahre mittlerweile in greifbare Nähe gerückt und werden im Lauf des kommenden Jahrzehnts Einzug in den klinischen Alltag halten.
Vice Rector for Research, University of Innsbruck Abstract
An der Universität Innsbruck haben sich 23 Arbeitsgruppen/Institute zusammengeschlossen, die auf dem weiten Gebiet des "Scientific Computing" interdisziplinär zusammenzuarbeiten. Zusätzlich zu einigen Grundlagengruppen aus Mathematik und Informatik sind viele Anwendergruppen aus Physik, Meteorologie, Pharmazie, Chemie, Bauingenieurswesen und Statistik aktiv. In dem Vortrag werden einige Forschungshighlights gezeigt wie die Verformung eines Reaktorsicherheitsbehälters, das Detektieren von Tumoren durch Kernspintomographie, die Modellierung von Galaxienkollissionen oder das Auffinden von Lawinenverschütteten.
Vice Rector for Research, Johannes Kepler University Linz Chair

Dipl.-Ing. Dr. techn. MA Karl KUNISCH

Professor, Institut für Mathematik und Wissenschaftliches Rechnen, Karl-Franzens-Universität Graz

 Diplom an der Technischen Universität Graz
 Master an der Northwestern University, Illinois, USA
 Doktorat und Habilitation an der Technischen Universität Graz
bis 1993 Univ. Prof. an der Technischen Universität Graz
bis 1996 C4 Professor an der Technischen Universität Berlin
 weitere Rufe an die Universitäten Wien (Boku), Stuttgart und München; Gastprofessuren u.a. am Leftschetz Center for Dynamical Systems, Brown University, Université Paris Dauphine, INRIA
seit 1996 Professor in Graz

Dipl.-Ing. Dr. techn. Gernot PLANK

Assistenzprofessor, Institut für Physiologie, Medizinische Universität Graz

2000-2002 Post-Doctoral Fellow, Dept. of Electronic Engineering, Technical University of Valencia, Valencia, Spain
2002-2003 Post-Doctoral Fellow, Dept. of Electrical and Computer Engineering, University of Calgary, AB, Canada
2003-2006 Post-Doctoral Fellow, Department of Biophysics, Medical University Graz; 09/06-10/06: University Assistant
2006-2007 Visiting Faculty, Institute for Computational Medicine, Department of Biomedical Engineering, Johns Hopkins University, Baltimore, USA
since 2009 Academic Fellow, University of Oxford (75% FTE), Computational Biology Group, Oxford Computing Laboratory and Oxford eResearch Centre, University of Oxford, Oxford, UK
since 2009 Assistant Professor, Medical University of Graz (25% FTE), Institute of Physiology, Medical University of Graz, Graz, Austria

Dr. Sabine SCHINDLER

Vice Rector for Research, University of Innsbruck

1980-1987 Studium der Physik in Erlangen
1988-1992 Promotion in München (Ludwig-Maximilians-Univ. und Max-Planck-Inst. f. Astrophysik)
1992-1993 Feodor-Lynen-Stipendiatin der Alexander von Humboldt-Stiftung an der University of California in Santa Cruz, Lick Observatory, USA
1993-1998 Postdoc-Stelle am Max-Planck Institut für extraterrestische Physik, Garching
1998-2002 Astrophysics Research Institute, John Moores University, Liverpool Großbritannien
seit 2002 Ordentliche Professur am Institut für Astrophysik der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck

Mag. Dr. Gabriele KOTSIS

Vice Rector for Research, Johannes Kepler University Linz

1991 Sponsion und 1995 Promotion, Universität Wien
2000 Habilitation im Fach Informatik, Universität Wien
1991-2001 Universitätsassistentin, Institut für Angewandte Informatik und Informationssysteme, Universität Wien
2001-2002 Gastprofessuren an der Wirtschaftsuniversität Wien und der Copenhagen Business School
seit 2002 Professorin für Informatik und Leiterin des Instituts für Telekooperation, Johannes Kepler Universität Linz
seit 2007 Vizerektorin für Forschung, Johannes Kepler Universität Linz
seit 2001 Vorsitzende des Forum Forschung und Erschließung der Künste der uniko