Im Gesundheitswesen wird staatliches Handeln unmittelbar erfahrbar: beim Zugang zu medizinischer Versorgung, bei Wartezeiten und bei der Frage, ob Menschen sich gehört und ernst genommen fühlen. Wenn ein System für andere funktioniert, die eigenen Bedürfnisse aber nicht berücksichtigt, kann das Vertrauen in die Demokratie schwinden. Zugleich schränken strukturelle Rahmenbedingungen die Fähigkeit von Regierungen ein, Erwartungen zu erfüllen und konkrete Lösungen zu liefern. Ausgehend vom Gesundheitswesen diskutiert diese Session das Spannungsfeld zwischen gesellschaftlicher Teilhabe, staatlicher Handlungsfähigkeit und demokratischem Vertrauen.