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Die Schöpfungserzählung: Mythos und Religion

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Plenary / Panel
german language

Speakers

Professor emeritus, Institut für Ägyptologie, Universität Heidelberg; Autor, Konstanz
Provinzoberin Österreich und Italien,  Arme Schulschwestern von Unserer Lieben Frau , Wien Abstract
Schöpfungswirklichkeit
Der jüdisch-christliche Schöpfungsglaube birgt für mich eine große, befreiende Kraft. Auf die Grundfrage: "Warum ist überhaupt etwas und nicht vielmehr nichts?" antwortet mir die Bibel: Weil der liebende Gott in Freiheit die Schöpfung gewollt hat und immer noch will. Wenn unser Universum der freien Schöpferkraft Gottes entspringt, dann kann das letzte Ziel dieser Schöpfung weder starre Determination noch Willkür, sondern nur die Freiheit sein, die zum umfassenden Frieden, zum biblischen Schalom hinführt.
Aus dieser Überzeugung erwächst der Maßstab für mein Handeln. Für uns Schulschwestern heißt dies zum Beispiel, dass wir im Schöpfungsglauben die Orientierung für unser erzieherisches Wirken finden.
Von Bayern bis Brasilien, von Ontario bis Osaka und auch in Wien Fünfhaus gilt der Leitsatz: "Erziehung bedeutet für uns, die Menschen hinzuführen zu ihrer vollen Entfaltung als Geschöpf und Abbild Gottes und sie zu befähigen, ihre Gaben einzusetzen um die Erde menschenwürdig zu gestalten." (Lebensregel der Schulschwestern Nr 22) Vielleicht könnte dieser Grundsatz eine Leitlinie sein für die Begegnung von Menschen weit über das pädagogische Feld der Schule hinaus?
Rektor, Jesuitenkirche-Universitätskirche, Wien Abstract
Der Schöpfungsbericht umfasst die ersten beiden Kapitel der Bibel. Er führt in eine Welt vor der Geschichte. An sie werden bestimmte Fragen gestellt: Woher kommen wir? Können wir der Welt trauen? Können wir dem Anderen trauen? Auf diese Fragen gibt der Bericht eine Antwort: Wir kommen aus einem schöpferischen Prozess, der gewollt wurde. Diese Schöpfung ist gut, ich kann mich ihr anvertrauen. Der Andere und ich haben einen gemeinsamen Ursprung; ich kann mich daher dem Anderen anvertrauen. Und die Frage, wie die Unvollständigkeit der Welt behoben werden kann. Die Antwort ist im Vertrauen in den Anderen zu finden.
Vorsitzender, IDM - Institut für den Donauraum und Mitteleuropa, Wien Chair

Dr. Dr. h.c.mult. Jan ASSMANN

Professor emeritus, Institut für Ägyptologie, Universität Heidelberg; Autor, Konstanz

 Studium der Ägyptologie, Klassischen Archäologie und Gräzistik in München, Heidelberg, Paris und Göttingen
 Gastprofessuren in Paris (Collège de France, Ecole Pratique des Hautes Etudes, EHESS), Jerusalem (Hebrew University, Dormition Abbey) und USA (Yale, Houston, Chicago)
1976-2003 Professor für Ägyptologie an der Universität Heidelberg
seit 1967 Epigraphisch-archäologische Feldarbeit in Theben-West (Beamtengräber der Saiten- und Ramessidenzeit)

Dr. Notburga MAYRHOFER

Provinzoberin Österreich und Italien,  Arme Schulschwestern von Unserer Lieben Frau , Wien

  Unterrichtstätigkeit am Schulzentrum Friesgasse, Wien
ab 1968 Matura in Wels, Oberösterreich, danach Ausbildung zur Volksschullehrerin
  Studium der Theologie und Philosophie (Mag theol), Wien und Regensburg
  Leitung des Privatgymnasiums der Schulschwestern, Wien
 derzeit Provinzoberin der Schulschwestern
  Verschiedene Aufgaben auf internationaler Ebene in der Ordensgemeinschaft
1992-2010 Studium der Pädagogik und Psychologie (Dr phil), Wien

Gustav SCHÖRGHOFER SJ

Rektor, Jesuitenkirche-Universitätskirche, Wien

 Studium der Kunstgeschichte und der Klassischen Archäologie in Salzburg bei Wilhelm Messerer und Hans Walter
 Studium der Philosophie und der Theologie in München und Rom
1981 Eintritt in die Gesellschaft Jesu (Jesuiten)
1988 Priesterweihe
 Künstlerseelsorger der Erzdiözese Wien, Vorsitzender der Jury des Msgr. Otto-Mauer-Preises
 Projekte mit Künstlerinnen und Künstlern: Jesuitenkirche, Zacherlfabrik, JesuitenFoyer
seit 1998 Rektor der Jesuitenkirche-Universitätskirche Wien I

Dr. Erhard BUSEK

Vorsitzender, IDM - Institut für den Donauraum und Mitteleuropa, Wien

1959-1963 Studium an der Universität Wien, Juridische Fakultät
1964-1968 Parlamentssekretär im Österreichischen Nationalrat
1966-1969 Vorsitzender des Österreichischen Bundesjugendringes
1972-1976 Generalsekretär des Österreichischen Wirtschaftsbundes
1975-1976 Generalsekretär der Österreichischen Volkspartei
1976-1978 Stadtrat in Wien
1976-1989 Landesparteiobmann der Wiener Volkspartei
1978-1987 Landeshauptmann-Stellvertreter und Vizebürgermeister von Wien
1989-1994 Bundesminister für Wissenschaft und Forschung
1994-1995 Bundesminister für Unterricht und kulturelle Angelegenheiten
1991-1995 Vizekanzler der Republik Österreich und Bundesparteiobmann der Österreichischen Volkspartei
2000-2001 Regierungsbeauftragter der österreichischen Bundesregierung für EU-Erweiterungsfragen
2002-2008 Sonderkoordinator des Stabilitätspaktes für Südosteuropa
2004-2005 Vizepräsident des Vienna Economic Forums (VEF)
2008-2009 Berater des Außenministers der Tschechischen Regierung in Fragen des westlichen Balkans während der EU-Präsidentschaft 1. Hälfte 2009
2000-2012 Präsident des Europäischen Forums Alpbach
 
 Aktuelle Funktionen:
2005-2014 Vorsitzender der ERSTE Stiftung
seit 1995 Vorsitzender des Instituts für den Donauraum und Mitteleuropa (IDM)
seit 1996 Koordinator der Southeast European Cooperative Initiative (SECI)
seit 2005 Präsident des Vienna Economic Forums (VEF)
seit 2008 Vorsitzender des Universitätsrates, Medizinische Universität Wien
seit 2008 Jean Monnet Chair ad personam
seit 2009 Präsident des Herbert-Batliner-Europainstituts
seit 2010 Präsident des EU-Russia Centre

Neue Mythen in Kultur und Wirtschaft

show timetable

10.11.2010

16:00 - 16:15EröffnungPlenary
16:15 - 18:15Neue Mythen in Kultur und WirtschaftPlenary
18:15 - 19:00Empfang gegeben von der Stadt InnsbruckSocial
19:00 - 20:00Special Lecture: Märchen, Sagen und LegendenPlenary

11.11.2010

09:00 - 10:30Die Schöpfungserzählung: Mythos und ReligionPlenary
11:00 - 12:30Mythen verleihen Flügel...Plenary
15:00 - 16:30Von Herkules zu SchwarzeneggerPlenary
17:00 - 18:30Idole, die neuen HeiligenPlenary
19:00 - 20:00Die Bewunderung der WeltPlenary

12.11.2010

09:00 - 09:30Präsentation der Studie "Helden!"Plenary
09:30 - 10:30Echte HeldInnenPlenary
11:00 - 12:30Neue Mythen in Kultur und Wirtschaft: Ende der Vernunft?Plenary